Vodafone Deutschland plant Blockade von VoIP-Anrufen

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Ab Juli 2007 sollen UMTS-Kunden des Vodafone-D2-Netzes keine Internet-Telefonate (VoIP) mehr führen. In einer Mitteilung an die Regulierungsbehörde teilte das Unternehmen diese Pläne mit.

Vodafone, zweitgrößter Mobilfunkbetreiber in Deutschland, kündigte in einer Fußnote zu einer Tarifänderung an, dass ab Juli 2007 Anrufe von VoIP-Services wie Skype blockiert werden.

Insider vermuten, dass zu viele VoIP-Signale das UMTS-Datennetz möglicherweise überlasten könnten, sei es doch vor allem auf Telefonie und wenig Datenverkehr ausgelegt worden. Vodafone selbst berichtet auf Anfragen, man müsse aus rechtlichen Gründen jetzt schon Vorbehalte zu möglichen Technikproblemen kommunizieren, schließlich liefen die UMTS-Verträge mit einer Mindestvertragsdauer von 24 Monaten.

Wer jetzt noch im UMTS-Netz per VoIP telefonieren möchte, kann dies aber noch bis Mitte 2007. Wenn die Regulierungsbehörden solche Blockaden nicht vorher untersagen, dürfte es bis dahin wohl Ausweichmöglichkeiten geben.

Weil der Datenfunk bei allen Mobilfunkanbietern noch sehr teuer ist, dürfte sich durch VoIP aber ohnehin kein goßer Spareffekt ergeben – wenn der Anruf von einem UMTS-Handy aus erfolgt. In der anderen Richtung könnte dies aber den Kunden freuen – und für Vodafone zu ungeahnten Kosten führen. (mk)

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