Selbständige Webdesigner sind sozialversicherungspflichtig

NetzwerkePolitik

Das Bundessozialgericht hat eine Revision der Künstlersozialkasse zurückgewiesen, nach der sich Webdesigner wegen ihrer “technischen Arbeit” nicht als Künstler dort anmelden dürften. Das Gericht gab der klagenden Web-Designerin nach drei Jahren Streit Recht: Auch Webseiten haben künstlerischen Anspruch.

Schon im vergangenen Jahr urteilte das Bundessozialgericht, dass auch selbständige Webdesigner Künstler sind und sich so in de günstigen Künstlersozialkasse anmelden können. Nachdem die Kasse versuchte, dieses Urteil durch “Sprungrevision” anzufechten, fiel nun die endgültige Entscheidung der Richter positiv für die Mandantin von Rechtsanwalt Uwe Lehr aus.

Das Bundessozialgericht in Kassel hat nun die bereits im vergangenen Jahr gefällte Entscheidung bestätigt, wonach Web-Designer der Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz unterliegen. Sie können sich damit wie andere selbständige Künstler und Publizisten in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung der Künstlersozialkasse versichern.

Derzeit sind ruhig 1000 Webdesigner noch auf er Warteliste der Künstersozialkasse, die usprünglich vom Staat eingerichtet wurde, um auch die “brotlosen” Künste zu fördern. Die Kasse ist deswegen so günstig für die Versicherten, weil sie von Verlagen – und neuerdings auch Web-Agenturen – Gelder für die Versicherung der Künstler einzieht. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen