Know-how-Diebstahl? Infineon weist israelische Vorwürfe zurück

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Die Klage eines kleinen israelischen Herstellers sei ungerechtfertigt, sagt ein Unternehmenssprecher während des laufenden Verfahrens in München.

Infineon findet die Vorwürfe des israelischen Unternehmens GPT (Green Power Technologies) absurd. GPT-Chef Eitan Cohen behauptet, Infineon hätte Know-how aus einer – nie zustande gekommenen – Partnerschaft “gesaugt”.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete heute morgen von dem laufenden Verfahren, das schon 2003 beim Münchener Landgericht eingereicht wurde. Infineon habe das israelische Unternehmen “um die Früchte seiner Entwicklung gebracht”, heiß es in Cohens Vorwürfen.

Noch im Juli soll der Prozess in eine entscheidende Phase gehen, die Töne beider Parteien werden schriller. Immerhin fordert GPT einen Schadensersatz in dreistelliger Millionen-Dollar-Höhe. Die Vermarktung des Produkts aus dem Nahen Osten ging allerdings gründlich schief: Infineon würde einen ähnlichen Chip viel billiger bauen, erklärte die taiwanische Delta Electronics des Israelis.

Infineon habe offen gelegte Daten von GPT für eine Kooperation bekommen, dann aber die Verhandlungen abrupt abgebrochen, behauptet Cohen. Wenig später sei ein “auffallend ähnliches” Produkt auf den Markt gebracht worden, über das Infineon vorher nicht verfügt habe. Der “Integrated Circuit Controller” sollte Geräte kleiner und effizienter machen. (mk)

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