Deutsche Zeitungsverlage erkennen endlich die Bedeutung des Internet

Netzwerke

Zeitungsverlage entdecken, was ihnen in den letzten Jahren die Anzeigenumsätze wegbrechen ließ: Das Internet. Sie sehen sich trotz allem, und sei es nur in Kooperationen, für die Zukunft gerüstet.

Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des BDZV (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger) in Berlin erklärte der Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff, dass das Internet den Zeitungsverlagen in den letzten drei Jahren arg zu schaffen machte. Doch aus dem Tal der Tränen kommt man wieder heraus, wenn man sich auf neue Zeiten einstellen kann: Viele Verlage haben sich selbst im Netz engagiert oder Kooperationen angetreten. Das Geschäftsjahr 2004 wurde nun wieder mit einem Umsatzplus in Höhe von einem Prozent abgeschlossen. Trotzdem bestehe noch kein Grund zum Jubel, erkannte Wolff richtig.

Die Zeitungsverlage hätten sich mit schwacher Konjunktur und den genannten “strukturellen Problemen” (wie dem Trend zur Internet-Kleinanzeige) auseinandersetzen müssen und es dennoch geschafft. Die Zeitungen seien gut aufgestellt, denn schließlich könne man Medien wie Print und Online gut miteinander verknüpfen.

Die Bedeutung des nicht mehr so neuen Mediums erkennen so manche Verleger offenbar erst, wenn etwas mit den Zahlen schiefläuft. Dass das Netz ein “wichtiger Informations- und Kommunikationskanal” ist, insbesondere um junge Leute zu erreichen, musste der Verband nun auf jeden Fall noch einmal auf seiner Pressekonferenz gesagt haben. Motto: “Seht her, wir wissen es auch schon”. (mk)

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