Downloads mit DSL
Filme von BitTorrent

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Seit DSL in immer mehr Haushalten Einzug hält, vermehrt sich eine ganz besondere Spezies unaufhaltsam: Der Sauger. Er lädt aus dem Internet alles, was es gibt.

Filesharing

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Bei einer 2-MBit-Flatrate kommen in 24 Stunden rund 20 GByte zusammen. Das reicht für 15 bis 20 Filme, tausend Musikstücke, einige hundert Bücher und ein paar Programme und das jeden Tag. Möglich wird das vor allem durch Filesharing, aber auch durch die so genannten Newsgroups, in denen Millionen von Dateien lagern, die weltweit Verbreitung finden. Am liebsten mag der Sauger aber die Filesharing-Netzwerke, da diese kostenlos sind. Je nach Ausrichtung gibt es dort MP3-Dateien, Filme, E-Books oder Software.

Filesharing-Netz
BitTorrent ist für Filme die beste Quelle. Dieses Netzwerk ist besonders für große Dateien geeignet, da es sehr schnell ist neben eDonkey das schnellste Filesharing-Netz überhaupt. Allerdings ist es nicht so leicht zu bedienen wie andere. Um eine Datei zu laden, benötigt der Sauger zuerst ein so genanntes Torrent. Das ist ein kleines File, das eine Beschreibung enthält, wo genau sich die gesuchte Datei befindet. Diese Torrents werden oft auf spezialisierten Webseiten gespeichert, die es zunächst zu finden gilt. Google leistet hier für den Einstieg gute Dienste. Sobald ein Torrent im Client geladen ist, beginnt der Download, meistens unverzüglich und flott: Nicht selten erreicht er Geschwindigkeiten von 100 KByte/s oder mehr. Das kommt wahrscheinlich daher, dass viele Dateien auf schnellen Uni- oder Firmenservern liegen.


Torrent

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Im BitTorrent-Netzwerk gibt es Filme aller Art in verschiedenen Formaten, vor allem AVI ist dort sehr verbreitet. Die Anzahl von MPEG-Dateien ist schon geringer und WMV oder andere sind eher selten. Die Inhalte sind nicht DRM-geschützt. MP3-Dateien gibt es ebenfalls, allerdings werden oft komplette Alben verteilt und keine einzelnen Stücke, wie bei den meisten anderen Netzwerken. Neben dem etwas spartanischen Original-Client ist besonders Azureus (azureus.sourceforge.net) beliebt. Er benötigt zwar auch Torrents, ist aber leichter zu bedienen und frei von Spy- und Adware sowie Bannerwerbung. Azureus tauscht die Torrents direkt zwischen den Clients aus; es ist also keine umständliche Suche nötig.

Torrent Orginal
Etwas kompliziert ist es, mit der Originalversion selbst ein Torrent zu veröffentlichen. Zunächst müsste ein spezielles Tool es erzeugen, danach gilt es, einen geeigneten Server zum Upload zu finden und schließlich heißt es, so lange warten, bis mindestens ein Downloader die Datei vollständig geladen hat. So etwas kann viele Stunden dauern.
Eine Weiterentwicklung der BitTorrent-Clients stellt das recht neue Exeem dar. Hier ist es nicht nötig, erst umständlich Torrents zu suchen es genügt eine einfache Suche nach einem Begriff. Sekunden später erscheinen die ersten Treffer und die Downloads können beginnen. Exeem ist derzeit einer der besten Filesharing-Clients überhaupt, er verbreitet sich aber erst allmählich.

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Die kräfte, die auf den Fahrer Wirken, sind enorm. Bei einer Vollbremsung wird der Fahrer mit 5g belastet. Genug, dass Tränen aus den Augen ans Visier klatschen.


eDonkey-Netzwerk

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Das eDonkey-Netzwerk ist eines der ältesten P2P-Netzwerke. Es ist besonders bei Filmfans beliebt, weil es hohe Downloadraten erlaubt. Bis zu 100 KByte/s sind keine Seltenheit, und damit ist eine 1-MBit-Leitung gut ausgelastet. Ein beliebter Client ist eDonkey2000, der im März in der Version 1.1 erschien. Dieser Client zeigt zwar Bannerwerbung, ist aber sonst nicht durch Ad- und Spyware verseucht. Es gibt auch eine bannerfreie Pro-Version für 20 Dollar. Bei Esel-Clients muss man allerdings aufpassen, denn es gibt unseriöse Versionen, die eine kostenpflichtige Registrierung verlangen, wie etwa früher bei eselfilme.de. Die Originalversion gibt es auf www.edonkey2000.com.
Das Eselnetz arbeitet mit ed2k-Links, die Informationen über Downloads enthalten und auf speziellen Webseiten gespeichert sind, welche der Sauger zunächst suchen muss. Ein Klick auf einen solchen Link öffnet den eDonkey-Client, und der Download beginnt, falls die Datei bei anderen Usern vorhanden ist.

eDonkey und tote Links
Es gibt auch »tote« Links, die auf Dateien verweisen, die gar nicht mehr vorhanden sind.
Die eDonkey-Clients melden sich bei Eselservern an. Jeder Client hat eine Liste davon, die stets aktuell sein sollte; es gibt sie auch auf bestimmten Webseiten. Die aktuellen Server werden im Client angezeigt, zusammen mit weiteren Informationen. Gut sind viele User und viele Dateien; die Anzahl ist dagegen nicht so wichtig. Aktuelle eDonkey-Clients aktualisieren die Serverliste automatisch.
Mit dem Overnet, das ohne zentrale Server auskommt, steht eine Ergänzung des eDonkey-Netzwerks mit einer einfachen Suchfunktion zur Verfügung. Hier muss der User keine ed2k-Links suchen. Der aktuelle Esel-Client unterstützt beide Netzwerke. Auch eMule (www.emule-project.net) ist sehr gut und kann nach Begriffen suchen.

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Bis fünf Minuten vor dem Start müssen die Reifen aufgezogen sein. Eine Minute bevor die Ampel auf grün steht, starten die Motoren.


Gnutella-Clients

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Im Eselnetzwerk geht die Post ab: Mit einer guten Serverliste kommen meistens sofort schnelle Connects zustande, bis hin zur Auslastung einer 1-MBit-Leitung. Aktuelle Filme sind am beliebtesten und das, obwohl es überhaupt noch keine Kopien dieses Streifens gibt. Dennoch ist der Esel voll davon. Die Lösung des Rätsels: Es sind alles Fakes, falsch deklarierte Dateien. Zum Glück hat eDonkey eine Vorschaufunktion, die solch üble Tricks entlarvt.
Musik-Dateien sind viel kleiner als ganze Spielfilme und deshalb wesentlich besser für Filesharing geeignet. Sie sind in allen Netzen stark verbreitet, vor allem im Fasttrack (Kazaa) sowie bei Gnutella und iMesh. Gnutella war das erste P2P-Netzwerk; es gehört auch heute noch zu den großen mit durchschnittlich etwa einer Million Usern. Es ist dezentral, kommt also ohne spezielle Indexserver aus. Suchanfragen laufen so lange von Client zu Client, bis das Gewünschte gefunden ist. Dann wird eine direkte Verbindung zwischen Anbieter und Sauger hergestellt. Es gibt zahllose Gnutella-Clients, von denen Limewire (www.limewire.com) und Bearshare (www.bearshare.com) die bekanntesten sind. Das Datenaufkommen im Gnutella-Netz ist geringer als bei eMule oder Kazaa. Aufgrund der vielen Suchanfragen ist das Netz auch nicht sehr effektiv. Der Gnutella-Client iMesh stellt sogar ein eigenes Netzwerk bereit. Das Angebot besteht überwiegend aus MP3-Dateien, dazu einige Filme. Der Client erzielt teilweise hohe Downloadraten auch über einen längeren Zeitraum.

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In der Kurve spielt die Aerodynamik eine grosse Rolle. Der Abtrieb ist so stark, dass ein Auto bei rund 150 km/h an der Decke fahren könnte.


Kazaa

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Zu den Fasttrack-Clients gehört auch der einstige Star am Filesharing-Himmel: Kazaa ( www.kazaa.com). Die aktuelle Version 3.0 ist allerdings stark mit Spyware verseucht: Neben diversen Werberobotern installiert sich ein Browser-Hijacker, der den Internet Explorer teilweise blockiert und oft bis zu hundert Prozent Last erzeugt. Besonders gefährlich: Ein mit Kazaa verseuchter PC ist nicht mehr zu säubern; Windows muss neu installiert werden. Besser funktioniert es
mit Kazaa~Lite (www.mpex.net/software/details/kazaalite.html), das keine Spyware installiert. Im Kazaa-Netz dominieren vor allem MP3-Dateien, eher weniger Filme und Software. Neulich waren zwar drei Millionen User im Netz, das Angebot sah aber eher dürftig aus und die Geschwindigkeiten blieben gering.
Bezahldienste für Musik sind dagegen im Aufwind. Inzwischen gibt es über 200 kommerzielle Anbieter im Netz, wo der Song 1 Euro oder mehr kostet. Der Marktführer Apple iTunes bietet eine Auswahl von über einer Million Titeln zu je 99 Cent an. Bei diesen Portalen sind die Sounddateien zwar immer mit Digital Rights Management geschützt, doch das macht die beliebige Verwendung nicht unmöglich, sondern nur etwas umständlicher. Erlaubt ist nämlich das Brennen von Audio-CDs, was den Schutz entfernt. Wer diese Audio-CDs wiederum ins MP3-Format konvertiert, erhält Dateien, die er nach Lust und Laune kopieren, übertragen und abspielen kann.


Anonymität

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Anonym saugen ist, aus naheliegenden Gründen, das nächste Ziel der P2P-Gemeinde. Denn bei allen Filesharing-Clients werden die IP-Adressen der Teilnehmer angezeigt. Daraus lässt sich auf einzelne Personen schließen, die, wenn sie erwischt werden, mit Unannehmlichkeiten rechnen müssen. Beim anonymen Filesharing geht es einfach darum, die IP-Adressen zu verschleiern, so dass nicht feststellbar ist, wer genau eine Datei anbietet oder saugt. Systeme wie Mute (mute-net.sourceforge .net) oder Ants (www.myjavaserver. com/~gwren/home.jsp?page=custom&xmlName =ants) tauschen deshalb die Daten nicht zwischen zwei PCs, sondern schleusen sie über mehrere Rechner hinweg. Sie zeigen nur die IP-Adressen eine spezielle Nummer, die den eigenen PC weltweit eindeutig identifiziert der direkten Nachbarn (fünf bis sechs Stück). Von denen kommt aber nie ein Up- oder Download, sie leiten die Daten ja nur weiter. Zudem sind die Transfers verschlüsselt. Diese Clients gelten als sicher, zumindest ist bisher nichts Gegenteiliges bekannt. Allerdings sind die Datenraten, die der Sauger erzielt, eher bescheiden. Sie bewegen sich im Bereich von einigen wenigen KByte/s. Mute oder Ants ist daher nur für geduldige MP3-Sauger geeignet. Auch ist das Angebot eher gering.

Info:
Rund 700 Reifen verschleisst das Starterfeld an einem Wochenende. Insgesamt bringen die Hersteller sogar bis zu 4000 Reifen an die Strecken.


Gefahren

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Riskant ist die Sache, weil jeder Teilnehmer an einem Filesharing-Netzwerk jederzeit sehen kann, mit welcher IP-Adresse er gerade tauscht. Denn damit ist auch der Provider bekannt, zum Beispiel T-Online. Zusammen mit dem Zeitpunkt, an dem der Tausch stattfand, hat T-Online dann die Möglichkeit, die betreffenden Personen eindeutig zu ermitteln. In der Vergangenheit ist das schon mehrfach passiert, allerdings ist bisher ein Ersuchen seitens der Strafverfolgungsbehörden notwendig. Es zeichnet sich aber ab, dass in Zukunft die Herausgabe dieser Daten vereinfacht wird. Besonders schmerzhaft ist, dass einem Sauger, der »erwischt« wird, weniger das Strafgesetzbuch droht, sondern vielmehr saftige Schadensersatzforderungen der Urheberrechtsinhaber bevorstehen. Solche Ansprüche summieren sich leicht auf einige tausend Euro.
Razzien ziehen sich oft in Wellen durch die Netzwerke. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, die tagesaktuelle Presse zu lesen und sich in einschlägigen Foren zu informieren. Abmahnwellen verbreiten sich dort sehr rasch. Kurzzeitig sinkt dann die Anzahl der P2P-Teilnehmer, um ein paar Tage später wieder anzusteigen. Die Anzeigen halten sich bisher in Grenzen.


Gigabit-Shells

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Am schnellsten und sichersten funktioniert die Datenübertragung per FTP (File Transport Protocol). FTP ist ein Client-Server-System: Die Server speichern die Daten, die Clients (User) machen Up- und Downloads. Ein Passwort macht diese Methode sehr sicher. Zudem ist sie auf Datentransport spezialisiert: Durch die direkte Verbindung erzielt sie maximale Datenraten.
Im professionellen Raubkopiererbereich sind so genannte 100-MBit-Shells oder sogar Gigabit-Shells üblich: Bei diesen Geschwindigkeiten dauert der Transport einer ganzen CD nur noch Minuten oder gar Sekunden. Schnelle FTP-Server stehen bei den meisten Providern ganz offiziell zur Mietnutzung zur Verfügung. Die sehen jedoch genau, welche Sorte von Daten durch den Draht läuft.
Um Dateien möglichst schnell weltweit zu verteilen, ist es üblich, sie von Server zu Server zu kopieren. Bei diesem so genannten Flashen sind gigantische Geschwindigkeiten oft im Gigabit-Bereich durchaus keine Seltenheit. Dabei kommt ein modifizierter FTP-Client wie FlashFXP (www.flashfxp.com) zum Einsatz. So etwas kann auch jeder selber:
FTP-Server wie Cerberus (www.tucows.com/preview/195559.html) sind Freeware und problemlos zu installieren.


DynDNS-Account

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Seine Tauschpartner für FTP muss jeder selber suchen. Falls er keine persönlichen Beziehungen pflegt, kann er im IRC Gleichgesinnte finden. Das Chatsystem hat viele themenorientierte Channels mit Usern, die ebenfalls FTP-Server betreiben, und dient in erster Linie der Kontaktaufnahme.
Bei den weit verbreiteten dynamischen IP-Adressen, die sich bei jeder Einwahl wieder ändern, ist es praktisch, einen festen Namen für seinen Server festzulegen, unter dem er immer zu finden ist. Das garantiert ein kostenloser DynDNS-Account bei www.dyndns.org. Dieser Dienst weist der eigenen IP-Adresse einen konstanten Namen zu, zum Beispiel meinserver.dyndns.org. Dazu wird ein kleines Programm installiert, das dem DynDNS-Dienst jeweils meldet, wenn sich die IP-Adresse ändert.
Insgesamt: Der Vorteil der Filesharing-Netzwerke ist, dass sie kostenlos sind.


Hausdurchsuchung

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Raubkopien oder besser: »unrechtmäßig hergestellte« Kopien gibt es, seit es Computer für alle gibt. Also etwa seit den 80er-Jahren. Was sich geändert hat, ist, dass heute Musik, Filme und Bücher dazugekommen sind. Was gleich geblieben ist: Der Allgemeinheit darf man überhaupt kein kommerzielles Werk anbieten. Die Ausnahme ist der Freundeskreis. Außerdem ist es seit 2003 verboten, den Kopierschutz zu umgehen.
Um das massenhafte Vervielfältigen einzudämmen, bedient sich die Industrie harter Mittel, die wie im Falle einer Abmahnung immer unerwartet kommen. Post vom Anwalt enthält meist konkrete Vorwürfe wie getauschte Musikstücke oder Ähnliches, und das Verfahren ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wer Glück hat, erhält »nur« eine Drohmail. Tritt dieser Fall ein, ist es schwer, allgemein gültige Ratschläge zu erteilen, weil es zu sehr auf den Einzelfall ankommt.

Defekte Daten
Ein seit Jahren beliebter Trick, um Musiksauger zu ärgern, besteht darin, Filesharing-Netzwerke mit defekten Dateien zu bestücken. Die sind entweder gar nicht abspielbar oder enthalten unerträgliche Pieptöne. Wer sich den Zorn der Industrie bei einem Upload in Newsgroups zugezogen hat, muss im günstigsten Fall mit einer Sperrung des Accounts durch den Provider rechnen. Zusätzlich erhält er eine E-Mail mit einer Rechtfertigung. Mehr passiert nicht. Deutsche Provider reagieren aber schnell und arbeiten mit den Behörden zusammen, um sich Ärger zu ersparen. Ausländische Anbieter sind sicherer.
Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Hausdurchsuchung, der eine richterliche Anordnung vorausgehen muss. Die Grundlage sind stichhaltige
Beweise, beispielsweise für den erwerbsmäßigen Handel.