Neue Technik senkt Kosten und erhöht Auflösung
Werden Thermodrucker doch noch zum Verkaufsschlager?

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Kleinere und schnellere Drucker mit einer höheren Auflösung könnten dank einer neuen Lasertechnologie und deren Kombination mit Thermo-Technik bald auf den Markt kommen.

Neue Technik senkt Kosten und erhöht Auflösung

Die Ankündigung des britischen Filmrats (UK Film Council), dass 209 Kinos sich auf Digitaltechnologie umstellen, ist für die Low-Budget Filmindustrie eine gute Nachricht. Dies ist offensichtlich durchaus sinnvoll, denn schließlich werden viele dieser Filme digital gedreht und editiert. Deshalb scheint die abschließende Übertragung auf die 35 mm Filmrolle für die konventionelle analoge Projektion genauso unnötig wie auch zu teuer zu sein.

Dies ist ganz klar ein Fall, bei dem eine bereits bestehende Technologie als Drohung einer langsamen Industrie regelrecht ins Auge starrt. Aber die Industrie braucht noch ihre Zeit, um zu erkennen, was man sonst noch damit machen könnte – also die digitale Projektion.

Jetzt hat sich eine ziemlich ähnliche Situation ergeben, wobei es um die Lasertechnik in Druckern geht – allerdings nicht ganz so, wie Sie vielleicht erwarten würden.

Laserdrucker – auch eine bedrohte Spezies?
Die Laser in den neuen “Laserdruckern drucken nicht wirklich etwas. Es ist vielmehr so, dass der Laser das Bild auf eine fotoleitende Trommel zieht. Die geladenen Bereiche der Trommeloberfläche ziehen dann Tonerpartikel an, die dann ordnungsgemäß auf ein Blatt Papier übertragen und per Heißverklebung an der richtigen Stelle fixiert werden. Der gleiche Trick kann mit einem Array von LEDs oder – im Falle eines Fotokopierers – einer hellen Lampe genutzt werden.

Intense, eine in Glasgow ansässige Firma, die sich auf Opto-elektronik spezialisiert hat, ließ sich eine andere Methode einfallen, wie man Laser für Drucker verwenden kann.

Die Firma hat ein System entwickelt, bei dem mehrere Laser auf einem einzigen Chip platziert werden und parallel Seite an Seite hocken. Entschuldigung – sagte ich einige? Ich wollte sagen, so irgendwo im Bereich von Hundert.

Wenn man einmal ein solches Array von diesen Multi-Laser Chips aufgebaut hat, nämlich eine Plattform, die Intense als INSlam bezeichnet, so ist das Potential für hohe Auflösung und Präzision, verglichen mit den heutigen Standards, fast unvorstellbar.

Allerdings beabsichtigt Intense nicht, die Chips in Laserdruckern zu verwenden, wie sie heute üblich sind. Stattdessen richtet sie ihre Blicke auf die Thermodruck-Technologie.

Bisherige Thermodruck-Technik: “Schmierentheater”
Bei dem Thermodruckverfahren wird üblicherweise ein erhitztes Element verwendet, das gegen spezielle Bögen von Film gepresst wird, die wiederum mit koloriertem Wachs oder Farbstoffen im wahrsten Sinne des Wortes die Farben auf das Papier schmelzen oder aufdampfen.

Eine andere Form des Thermodrucks presst das Metallelement gegen das hitzeempfindliche Papier, wobei das Abbild gewissermaßen “aufgebrannt” wird, wie man es bei älteren Faxgeräten und den neueren tragbaren Druckern beobachten kann. Aber bei beiden der vorgestellten Techniken ist das Aufheizen und Abkühlen der Metallelemente – während das Papier durchläuft – ein schrecklich langsames Unterfangen.

Das Ein- und Ausschalten von Lasern jedoch kann mit Höchstgeschwindigkeit erfolgen. Infolgedessen könnte INSlam die Thermodrucksysteme wieder aufleben lassen und neu entwickeln, denn diese haben lange Zeit in der Kategorie “Ja- wo-sind-sie-denn-jetzt” der peripheren Geräte für das Büro herumgelungert.

Wenn man das Element durch ein Array von INSlam Lasern ersetzt, hat man das Potenzial für einen Drucker, der nicht nur schneller ist, sondern auch eine bedeutend höhere Druckauflösung bietet.

Kombinationstechnik: Wirtschaftlicher und besser
Aufgrund des üblichen Problems der Wirtschaftlichkeit durch Massenproduktion bei der Entwicklung von Technologien könnte es für INSlam noch eine Weile dauern, bis sie sich etabliert haben. Aber wenn die Technologie einschlägt und billig genug produziert werden kann, könnte sie zum Konkurrenten sowohl für die Tintenstrahldrucker als auch die Farblaserprodukte werden.

Es braucht nur einen Hersteller, der bereit ist, den Versuch zu wagen – und wir könnten eine Revolution im Druckerbereich erleben.