Gewerkschaft atmet auf: BenQ will Standort Deutschland stärken

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Statt in Deutschland Mitarbeiter zu kündigen, muss diesmal Shanghai dran glauben, stellte das BenQ-Management in Aussicht. Offenbar will man sich auf das Hochpreis-Segment konzentrieren – und das könnten die Deutschen wohl besser.

BenQ, Käufer der Siemens-Mobiltelefon-Sparte, hat den Siemens-Werken in Kamp-Lintfort und Bocholt ein Kompromiss-Angebot gemacht. Die ‘Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung‘ erfuhr aus Verhandlungskreisen, dass der designierte BenQ-Handy-Chef Clemens Joos der IG Metall Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung des mit Siemens ausgehandelten Ergänzungstarifvertrags angeboten habe. Für den Erhalt des Standortes müssen die Mitarbeiter zwar auf eine 40-Stunden-Woche umstellen oder auf Lohn verzichten. Dafür aber gibt es Standortgarantien. Ein Vertreter der Gewerkschaft gegenüber der Zeitung: “Ich bin wieder deutlich optimistischer als vor einer Woche”.

Joos überzeugte dem Bericht zufolge die Arbeitnehmervertreter, dass BenQ die Produktion nicht nach Fernost verlagern wolle. Eher werde man im Siemens-Werk in Shanghai die Produktion preiswerter Handy-Modelle herunterfahren; mit Entlassungen sei eher in Asien zu rechnen. Im Werk in Kamp-Lintfort denke man an einen Ausbau der Produktion höherpreisiger Geräte. “Die wollen Siemens als echte Qualitätsmarke”, heißt es in Gewerkschaftskreisen. Möglicherweise würden künftig auch weitere Produkte aus der BenQ-Palette in Kamp-Lintfort hergestellt werden, soll Joos erklärt haben. (mk)

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