Multimedia im Auto
Luxus zum Nachrüsten

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Hightech, die die Augen zum Leuchten bringt, gibt es ab Werk nur in Autos der 100.000-Euro-Klasse. Viele der heissen Sachen – etwa Head-Pp-Displays, Navis oder Monitore in den Kopfstützen sind mittlerweile aber auch zum Nachrüsten zu haben. Das macht den alten Familien-Golf zum Technik-Hingucker.

Multimedia-Navigationssyste

Multimedia im Auto

Motorisierte Technikfans habens schwer: Die neuesten Autos warten mit Hightech vom Feinsten auf vom Head-up-Display über das Multimedia-Navigationssystem bis hin zur mobilen Heimkinoanlage mit Breitbildfernseher und DVD-Player. Doch wer seinen fahrbaren Untersatz vor ein paar Jahren erworben hat und derzeit nicht über einen Neukauf nachdenkt, guckt in die Röhre (oder eben nicht, sondern in das niedrig auflösende LC-Display seines betagten Autoradios). Wie gut, dass die Zubehörhersteller ein Herz für diese Klientel haben und jede Menge Hightech-Gimmicks für zeitgemäße Autofahrer anbieten.


Navigation im Spiegel

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Spieglein, Spieglein im Volant, wo ist mein Ziel in diesem Land? Herkömmliche Rückspiegel beschränken sich auf die adäquate Darstellung des rückwärtigen Verkehrsgeschehens ganz schön langweilig auf die Dauer (es sei denn, eine hübsche Blondine in einem roten Ferrari-Cabriolet klebt an Ihrer Stoßstange). Dass ein Rückspiegel weitaus mehr kann, beweist VDO Dayton auf eindrucksvolle Weise mit dem MM 2100. Denn sobald der schlaue Spiegel ein Signal von einem angeschlossenen VDO-Dayton-Navigationssystem erhält, präsentiert er die Straßenkarte auf einem bis dahin unsichtbaren Display im linken Drittel der Spiegelfläche. Somit genügt ein schneller Blick in den Rückspiegel, und schon sind Sie im Bilde, ob Sie immer noch auf dem rechten Weg sind oder ob Sie die linke Spur doch für einen Drängler freimachen müssen. Und mit der optionalen Rückfahrkamera sollten Parkrempler endgültig der Vergangenheit angehören einfach den Rückwärtsgang einlegen und auf dem Spiegel per Videobild die Platzverhältnisse hinter der rückwärtigen Stoßstange begutachten.

Infos auf der Scheibe

Jetpiloten profitieren schon lang von Informationen, die direkt auf die Cockpitscheibe ihres Flugzeugs projiziert werden. So langsam kommen auch die großen Automobilhersteller auf den Trichter und statten ihre Topmodelle mit Minibeamern für die Windschutzscheibe aus. Wer nicht bis zum Kauf des nächsten Hightech-Autos in ein paar Jahren warten will, kann sich für rund 200 Euro bei MHW eine Nachrüstlösung bestellen und sich nach dem Einbau fast so wie Tom Cruise in »Top Gun« fühlen. Na ja, ein bisschen jedenfalls denn die Anzeige beschränkt sich auf die aktuelle Geschwindigkeit, und auf Gimmicks wie Fadenkreuz zum Anvisieren der nächsten Parklücke müssen Sie leider verzichten. Immerhin ist die digitale Anzeige stets gut ablesbar und der Einbau für Fachkundige ein Kinderspiel.

Bild: VDO MM 2100 Navigationsdisplay

Da guckt man(n) gern öfter in den Spiegel: Der MM 2100 von VDO Dayton hat ein integriertes LC-Display für die Darstellung von Navi-Karten und Bildern einer Rückfahrkamera. Für knapp 400 Euro gibt es die Alternative zu Head-up-Displays (HUD) zum Nachrüsten. www.vdo-dayton.de


Navigationssysteme

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Schön solide wirkt das abgerundete, massive Gehäuse des Navigationssystems TomTom Go so, als ob es den freien Fall auf den Fahrzeugboden mehr als ein Mal überleben könnte. Auf der Vorderseite des faustgroßen Navi-Utensils prangt ein brillanter und großer LCD-Bildschirm mit komfortabler Touchscreen-Bedienung. Und aus dem eingebauten Lautsprecher ertönen in angenehmer Lautstärke die Fahrtanweisungen des virtuellen Beifahrers.
Optionale Navigationssysteme gibt es viele doch die meisten wirken so filigran, dass der Eindruck entsteht, sie würden schon vom schiefen Ansehen zerbrechen. Und ein weiteres Manko ist der mit einem portablen Navi-Kästchen verbundene Kabelsalat zum Zigarettenanzünder und im schlimmsten Falle auch noch zur externen GPS-Mouse. All das vermeidet das starke Stück aus dem Hause TomTom alle Komponenten finden im handlichen Gehäuse Platz, und mit einer vollen Akkuladung lässt sich das lästige Stromkabel auch für längere Stadtfahrten vermeiden.

Bild: Tomtom Go 700 Kompaktnavi
Solide, portabel und weitgehend kabellos: Das TomTom Go 700 ist eine schlaue Navigationslösung inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung für alle mobilen Zeitgenossen, die keine Kabel mögen. Das große Touchscreen-Display des circa 800 Euro teuren Geräts macht die Zieleingabe sowie auch die Telefonie über ein Bluetooth-Handy sehr komfortabel. Und der massive Scheibenhalter mit Saugnapf sorgt dafür, dass das Navi-System auch bei heftigen Bodenwellen stets an seinem Platz bleibt obwohl das robuste Kästchen einiges verträgt. www.tomtom.com


Mutifunktionsradio

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Wir Technikliebhaber ergötzen uns an unseren hochauflösenden Breitbilddisplays im Wohnzimmer und im Deckel unseres Notebooks warum nicht auch gleich das Auto mit einem kinotauglichen Monitor ausstatten? Zwar hat man als Fahrer in den wenigsten Fällen etwas vom Filmvergnügen auf dem 17,5 Zentimeter durchmessenden 16:9-Display des Kenwood KVT-925, doch der Beifahrer wird es Ihnen besonders bei langen Fahrten danken. Im Ruhezustand sieht das Kenwood-Teil aus wie ein ganz normales Autoradio. Doch wenn das riesige Display per Tastendruck sanft schnurrend aus der Frontblende gleitet und sich bis zum Erreichen der voreingestellten Blickwinkel-Position aufrichtet, treibt es jedem Technikfetischisten Freudentränen in die Augen. Kenwood hat sich auch einen passenden Namen für dieses Schauspiel einfallen lassen: Z-Action-Mechanismus. Beim Abspielen von Filmhits auf DVD werden auch die Ohren mit glasklarem Dolby-Digital-Sound verwöhnt eine entsprechende Audio-Anlage im Fahrzeug vorausgesetzt. Natürlich kann der Kenwood mit der großen Klappe auch Radiosender empfangen, MP3 von DVDs oder CDs lesen, durch ganz Europa navigieren und sogar Windows-Mediadateien wiedergeben. All die Funktionalität hat natürlich ihren Preis unter 2000 Euro ist der mobile Multimediaplayer selbst bei den günstigsten Versandhändlern nicht zu haben.

Bild:
DVD-Autoradio Kenwood KvT-925
Mobiles Autokino: Per Knopfdruck verwandelt sich der KVT-925DVD vom unscheinbaren Autoradio zur Multimediazentrale mit 16:9-Bildschirm, die sich auch komfortabel per Fernbedienung steuern lässt. Um den Z-Action-Mechanismus des Displays in Aktion sehen zu können, sind etwa 2600 Euro fällig. www.kenwood.de/navimonitor_frmset.htm


Entertainmentcenter

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Wenn der Nachwuchs bei Ausflügen mit dem Auto stets freiwillig hinten sitzen will, dann könnte der Grund dafür in einem am Dachhimmel des Autos installierten Rear Seat Entertainment System von JVC liegen. Der brillante 9-Zoll-Bildschirm im kinotauglichen 16:9-Format präsentiert Filmhits vom in der Dachkonsole integrierten DVD-Player, der überdies in der Lage ist, MP3-Songs von beschreibbaren DVDs abzuspielen. Da auf einer DVD rund 100 CDs oder 1000 Songs Platz finden, kann man sozusagen fast schon seine ganze CD-Sammlung in der Gegend spazieren fahren. Für optimalen Filmgenuss lässt sich der Bildschirm frei drehen und schwenken, so dass stets die optimale Sichtposition für die Zuschauer gewährleistet ist. Und dank dem im Lieferumfang des rund 850 Euro teuren Entertainmentwunders enthaltenen Infrarotkopfhörer bleibt der Chauffeur selbst bei soundstarken Actionfilmen unbehelligt.

Bild: JVC KV-MRD900 Entertainment-Center
Das Kinocenter unterm Dach: Mit dem KV-MRD900 lassen sich Kinofilme auf dem frei schwenk- und drehbaren
Breitbilddisplay genießen. Und dank Giga-MP3 ist das Gerät in der Lage, komplette CD-Sammlungen von einer selbst gebrannten DVD abzuspielen. www.jvc.de


Computer inside

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Wahre Technikfans geben sich nicht mit schnöden Autoradios oder Navigationssystemen zufrieden warum auch, wenn man mittlerweile einen kompletten PC im DIN-Schacht für Autoradios unterbringen kann? Die deutsche Hardwareschmiede Mini-Car-PC hat sich auf die Unterbringung von miniaturisierten PC-Komponenten aus Notebook- und Barebone-Systemen im fahrbaren Untersatz spezialisiert und präsentiert mit dem Mobile System einen vollwertigen Windows-Rechner als Autoradioersatz. Im lüfterlosen DIN-Schacht-Gehäuse werkelt ein Intel-Celeron-Prozessor mit 1,5 GHz Taktfrequenz, 256 MByte RAM und 40-GByte-Festplatte. Auf der Frontplatte finden sich die Schublade für das eingebaute DVD-Laufwerk sowie Schnittstellen für Firewire, USB und Audiogeräte. Somit kann per optionalem Touchscreen-Bildschirm und/oder USB-Minitastatur bequem im Auto gearbeitet, gespielt oder (via Handy) im Internet gesurft werden. Der Anbieter installiert eine spezielle Version von Windows XP Home Edition, die für den Touchscreenbetrieb optimiert ist und komfortable Menüs für typische Autoradiofunktionen wie das Abspielen von MP3-Dateien bietet. Das Beste am rollenden PC: mit rund 850 Euro ist er günstiger als so manches Highend-Autoradio allerdings muss man die Zusatzkosten fürs Display und die Eingabegeräte hinzurechnen, die je nach Ausführung mit weiteren 300 bis 500 Euro zu Buche schlagen. Dafür können Sie beim nächsten Tunertreffen Ihre Kollegen fragen: »Und, wie viele Megahertz hat dein Auto?«

Bild: Rollender Rechner
Von 0 auf 1,5 GHz in zehn Sekunden: Wem selbst die neuesten Autoradios noch nicht genug Funktionen bieten, der kann bei Mini-Car-PC einen vollwertigen Rechner für den Radioschacht bestellen. Sieht zwar nicht so schick aus wie ein edel designtes Radio, überzeugt aber durch Anschlussvielfalt und höchste innere Werte. Vorn lassen sich USB-Geräte und Digitalkameras anstöpseln, und hinten wartet eine ganze Batterie von Schnittstellen auf die Verbindung mit entsprechenden Zusatzgeräten. Ideal für alle, die auch unterwegs nicht auf ihren geliebten Windows-PC verzichten können. Komplett-Pakete mit Touchscreen-Monitor, PC und Netzteil fürs Auto gibt es bereits für unter tausend Euro, etwa bei CarTFT. www.mini-car-pc.de www.cartft.com