Linux-Telefon-Ankündigung: Wechselt PalmSource komplett zu OpenSource?

BetriebssystemOpen SourceSoftwareWorkspaceZubehör

Palm verliert weiterhin Marktanteile mit PalmOS. Nun setzt der strauchelnde Anbieter auf Linux-Mobiltelefone: Im kommenden Jahr soll das erste Gerät kommen.

Wie unser Korrespondent Tom Sanders aus Kalifornien berichtet, hat PalmSource seine Software-Entwicklung auf Linux-Versionen seines OS für Mobiltelefone umgestellt. “Wir zögern alle Entwicklungen hinaus, die nicht direkt damit zu tun haben”, erklärte ihm Patrick McVeigh, Interims-Chef bei PalmSource, während einer Telekonferenz, in der die Finanzergebnisse des vergangenen Quartals besprochen wurden.

Im Sommer kommenden Jahres, so McVeigh, sollen Low-End- oder Themen-Mobiltelefone auf den Markt kommen. Eine High-End-Version der Palm-Software für Smartphones soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres fertig sein.

Trotz seiner Umstellung des Telefoniebereichs auf Linux wolle man weiterhin proprietäre Software entwickeln – aber nur da, wo man tatsächlich einen Markt sehe.

Die Umstellung auf das OpenSource-Systeme mag auch damit zu tun haben, dass PalmSource im vergangenen Jahr das Unternehmen China Mobilesoft kaufte. Das Unternehmen hat bereits ein Mobiltelefon auf Linux-Basis entwickelt. Seinerzeit hieß es, dass man dies für den chinesischen Markt brauche, aber noch nicht an Europa und USA denke. Das hat sich inzwischen wohl grundlegend geändert.

Palm gab bekannt, aufgrund seiner Probleme, PalmOS an Mobiltelefonfirmen zu lizenzieren, sein Personal nun um 16 Prozent zu kürzen. Vor allem im mittleren Management wolle man einsparen, erläuterte McVeigh die Kürzungen. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen