Chinesen erwerben Wiege der PC-Industrie
Tschüss IBM, willkommen Lenovo

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Unter neuer Flagge: Seit Mai 2005 produziert und verkauft der chinesische Marktführer Lenovo IBM-Thinkcenter-PCs und -Thinkpad-Notebooks.

Lenovo strebt Marktführerschaft in Europa an

Chinesen erwerben Wiege der PC-Industrie

Am Tag der Arbeit war es vollbracht: Der Verkauf der PC- und Notebook-Sparte von IBM an den chinesischen Marktführer Lenovo war am 01.05.2005 unter Dach und Fach. Für 1,75 Milliarden US-Dollar erwarben die Chinesen die Wiege der PC-Industrie. Davon sollten 650 Millionen Dollar bar und 600 Millionen Dollar in Aktien gezahlt werden. Damit gehören IBM 18,9 Prozent von Lenovo. Darüber hinaus übernimmt Lenovo 500 Millionen Dollar an Schulden, die die PC-Sparte von IBM in den letzten Jahren angehäuft hat.

Geführt wird das neue Unternehmen von CEO Stephen M. Ward Jr., der zuvor bei IBM die Personal Systems Group leitete. Aufsichtsratsvorsitzender (Chairman) wird Yuanqing Yang, der damit den Lenovo-Gründer Liu Chuanzhi in dieser Position ablöst.

Für die deutschen Mitarbeiter von IBMs PC-Division ändert sich außer dem Firmennamen nichts: Da Lenovo hierzulande nicht vertreten war, gibt es keine doppelt besetzten Stellen und somit keine Entlassungen. Kathleen Peters, die Marketingverantwortliche für Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist überzeugt, dass die neue Firma erfolgreicher sein wird als das alte IBM-Unternehmen: »In Asien sind wir dank Lenovo bereits Marktführer. Nun streben wird auch in Europa die Marktführerschaft an.« Angesicht der schier übergroßen Marktmacht von Dell und HP ein ehrgeiziges Ziel.