DOSSIERS

Plasma- und LCD-Technik
Wie Flatscreens funktionieren
Wenn der Fernseher an der Wand hängt, ist Plasma am Werk. Genauso schön flach: die Konkurrenz mit Flüssigkristall. Die alte Röhre schlagen beide Ttechniken um Längen.
Die Konzepte
Plasma- und LCD-Technik

Die beiden Arten von Flachbildschirmen funktionieren vollkommen unterschiedlich. Gemeinsam haben sie eigentlich nur den erfreulich geringen Tiefgang. Hauptsächlich in den USA gibt es als dritte Alternative noch Rückwandprojektoren, die konzeptbedingt tief aufbauen, aber hierzulande eine eher untergeordnete Rolle spielen. Bei uns heißt die Entscheidung heute: Plasma oder LCD. Plasma besticht durch knackigere Bilder, LCD durch höhere Auflösung. Letzteres ist besonders wichtig für Mediacenter-PCs und das kommende HDTV.
Die flache Bauweise ist nicht der einzige Grund dafür, dass sich die Geräte anschicken, den gewohnten Fernsehklotz abzulösen. Egal, ob Plasma-Panel oder LCD beide unterscheiden sich radikal von Röhrengeräten. Dort beschießt eine Elektronenkanone die Mattscheibe. Dabei führt eine magnetische Ablenkungsvorrichtung den Elektronenstrahl zeilenweise über das Bild. Eine andere Elektronik regelt die Intensität des Strahls, aktiviert ihn also je nach der gewünschten Helligkeit an der jeweiligen Position in der Zeile mehr oder weniger stark. Tatsächlich sind es sogar drei Elektronenkanonen, für jede der Grundfarben Rot, Grün und Blau eine. Sie treffen auf der Mattscheibe jeweils an unterschiedlichen Stellen auf, die dicht nebeneinander liegen und mit unterschiedlichem Leuchtmittel präpariert sind, um eine bestimmte Farbe zu erzeugen. Aus den drei Farbanteilen entsteht dann der Eindruck eines Punktes in der jeweiligen Farbe, die durch Addition der drei Grundfarben entsteht. Sind alle drei voll angesteuert, sieht der Betrachter einen weißen Punkt.
Technologien im Vergleich
LCD:
+ Unempfindlich gegen externe
+ magnetische Störungen
+ Geringe Einbautiefe
+ Lautlos
+ Geringe Leistungsaufnahme
- Farbtreue und Kontrast abhängig vom
- Betrachtungswinkel
- schlechtere Wiedergabe schneller
- Bewegungen
- Ausfall der Hintergrundbeleuchtung
- macht das ganze Display unbrauchbar
Plasma:
+ Großer Betrachtungswinkel
+ Hohe Leuchtkraft
+ Starker Kontrast
+ Geringe Einbautiefe
+ Gleichmäßige Ausleuchtung
+ über die ganze Fläche
+ Unempfindlich gegen
+ magnetische Störungen
- Hoher Stromverbrauch und
- Wärmeentwicklung
- Langfristige Abnahme der Leuchtkraft
- Einbrenneffekt schränkt Einsatzgebiet ein
- Mit Lüfter wahrnehmbare
- Geräuschentwicklung
- Hohes Gewicht






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