Plug-in liefert Podcasts an iTunes

Netzwerke

Das Programm “BadApple” will dem Hersteller Apple zuvorkommen. Noch bevor Apple Podcasts wie angekündigt in iTunes integriert, kommt BadApple mit der gleichen Funktionalität.

Das kostenlose Plug-in für die Windows-Version von iTunes erlaubt es, Podcasts direkt in iTunes herunterzuladen und zu organisieren. Eine Abonnement-Funktion soll später noch eingebaut werden.

Podcasts, eine Art Audio-Fortsetzung des Weblog-Phänomens, erlauben jedem User, eigene Radiosendungen auszustrahlen oder ihr gesprochenes Tagebuch online zu stellen. Der Name des neuen Podcast-Systems ist mit Bedacht angreiferisch gewählt – auf der Website BadFruit.com weist der Entwickler darauf hin, dass BadApple weder von Apple noch von der früheren Beatles-Musikfirma gleichen Namens komme.

Und weil sich der Entwickler, der sich nicht mit Namen outet, ziemlich sicher ist, dass Apple der Nutzung dieses Namens nicht zustimmen wird, sollten doch bitte nur “Bad Apples” die Software installieren.

Apple-Fan-Weblogs zufolge kommt eine vergleichbare Podcast-Funktion Ende dieses Monats oder Anfang Juli auf den Markt.

US-Nachrichtendienste berichten, dass in dem Tool mehrere Hinweise auf MP3Tunes.com zu finden sind – einer Firma von Michael Robertson, der MP3.com für 376 Millionen Dollar an die Musikfirma Vivendi Universal verkaufte, die den Service daraufhin sang- und klanglos einstellte. Auch die ausgefeilte Privacy Policy weise auf einen Profi wie Robertson hin. Doch bislang sind dies alles nur Gerüchte; die Software mit dem faulen Apel jedoch existiert wirklich und soll der Firma mit dem angebissenen Apfel-Logo möglicherweise Magenschmerzen bereiten. (mk)

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