Apple wegen Patentverletzung verklagt ? iTunes-Vertrieb soll gestoppt werden

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Auch Apple reiht sich in die Riege der verklagten Unternehmen ein, denen Patenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Im Konkreten handelt es sich um die Klage der US-Firma Contois Music Technologies, die behauptet, Apple hätte das iTunes-Interface abgekupfert.

Das amerikanische Software-Unternehmen Contois Music Technologies hat im Zuge der derzeit in Mode befindlichen Patenklagen (wir berichteten) die nächste Runde eingeläutet. Gegner ist IT-Unternehmen Apple, dem vorgeworfen wird, das Konzept der iTunes-Benutzeroberfläche kopiert zu haben.

Bereits vor 10 Jahren habe der Kläger eine Software entwickelt, die Organisation und Wiedergabe von Musikstücken auf Rechnern und tragbaren Geräten erlaubt. Das Interface hierfür sei dem Unternehmen zufolge bereits 1995 und 1996 auf Messen vorgestellt worden. Auf diesen Veranstaltungen seien zudem immer auch Personen anwesend gewesen, die damals oder zu einem späteren Zeitpunkt für Apple gearbeitet haben. Das Konzept soll dann bei der iTunes-Entwicklung aufgegriffen und weiterentwickelt worden sein. Contois Music will nun in einem ersten Schritt den Vertrieb von iTunes stoppen lassen.

Von dem Patent, dass mit iTunes in 19 Punkten wie Menüstruktur oder der Anordnung von Titeln, Künstler und Alben identisch ist, wusste Apple laut der Anklageschrift bereits seit Anfang 2003. Offiziell teilte Contois dies dem Konkurrenten aber erst im September 2004 mit. Seitdem sei jedoch keinerlei Versuch von Seiten Apples erkennbar gewesen, die Rechtsverletzungen einzudämmen, beklagt sich Contois Music weiter. (ah)

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