Netzwerk-Management: Kompatibilität vor Server-Leistung
Server müssen miteinander reden können

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Wenn IT Manager Server und Server-Tools einkaufen, möchten sie zunehmend vollständig interoperable Produkte, nicht unbedingt bestimmte Marken.

Netzwerk-Management: Kompatibilität vor Server-Leistung

Eine der wichtigsten Lektionen, die uns die Halbleiterindustrie gelehrt hat, ist, dass die Beherrschung eines Teiles von einem großen Markt häufig mehr Einkünfte und Profite abwerfen kann, als die vollständige Beherrschung eines kleineren Markts.

Diese Lektion wurde schon in einem frühen Stadium des Halbleitergeschäfts deutlich, als Computerhersteller und Systemarchitekten forderten, dass es mehr als eine Quelle für jegliche Chips geben sollte, von denen sie voraussichtlich abhängig werden würden. Als dann weitere Quellen verfügbar wurden, hatten die Systemhersteller ein solches Vertrauen entwickelt, dass sie Chips gleich in ganzen Lastwagenladungen einkauften.

Systemübergreifendes Server-Management wichtiger als Teraflops
In ähnlicher Weise wollen die Firmen mehr als eine Option für ihre Server Management Systeme, so dass sie nicht an einen einzelnen Lieferanten gebunden sind. Tatsächlich ist es so, dass die Fähigkeit, eine Vielfalt von Servern zu verwalten – und zwar neue, ziemlich alte oder solche, die sich noch im Entwicklungsstadium befinden – heutzutage wichtiger ist, als das Leistungsvermögen der Server selbst.

Die meisten Anbieter von Server Management Systemen räumen ein, dass ihre eigenen Angebote nicht isoliert betrieben werden können. HP’s Open View muss mit IBM’s Tivoli und Microsoft’s Operation Manager (MOM) und so weiter zusammenarbeiten.

Trotz alledem versuchen die Serveranbieter noch immer, sich gegenseitig abzuschießen, um den Marktanteil zu erhöhen. IBM versucht, Kunden von Sun wegzulocken und sie von Solaris auf die Schiene von Red Hat Linux einzuschwören. IBM und Red Hat bieten den Nutzern von Sun-Systemen eine kostenlose Migrations-Analyse, wobei aber IBM’s “Migration Factory Service” durchaus kostenpflichtig ist, wenn sie sich für einen derartigen Wechsel entscheiden.

Aber Sun bietet ebenfalls Red Hat Enterprise Server an, ebenso Suse Enterprise Server, so dass IBM den Sun Nutzern kaum etwas anbietet, das man nicht auch woanders herbekommen könnte – und zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem besseren Preis von Sun, wenn sie dieses Geschäft behalten wollen. Sun seinerseits bringt neue Nachrichten in Umlauf, bei denen es seine dialogfähigen Management-Tools sowie die Hardware anpreist, die sowohl Windows als auch Linux-Betriebssysteme betreiben.

Science Fiction und Arche Noah unter gleichem Management
Fast jeder Analyst von Rang und Namen hat ausführlichst über die Richtung geschrieben, die Nutzer von proprietären Unix Systemen einschlagen sollen, und alle sind sich darüber einig, dass diese Nutzer zu Linux wechseln sollten.

Es wird auch weithin anerkannt, dass – weil Linux Wurzeln in Unix hat – die Portierung der meisten Unix-Anwendungen zu Linux wahrscheinlich relativ einfach sein wird. Die einzige Frage ist, ob die gewählte Implementierung von Linux bereits über den vollen Umfang von Funktionen und das Leistungsvermögen verfügt, welches bei bestimmten Anwendungen erforderlich ist.

Innerhalb von Unternehmen gibt es Aufgaben für alle Fabrikate und Arten von Servern – sogar für sehr alte Systeme, die noch aus Zeiten der Arche Noah stammen. Es zu schaffen, dass diese Server effektiv miteinander zusammenarbeiten, ist ein wesentlich wichtigeres Erfordernis, als die neueste Server-Hardware zu besitzen.

Darin, Interoperabilität zu bieten, liegt der finanzielle Vorteil für alle – sowohl für die Kunden als auch für die Anbieter.