DVDs legal kopieren
1:1-Kopien auf Dual Layer

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Sie gleichen einander aufs Haar, doch knacken ist verboten. Auf dem Player abspielen, per S-VHS übertragen und eine Aufnahmesoftware wie Davideo Legalcopy zuschauen lassen ist aber legal.

Kopierschutz

DVDs legal kopieren

Vinyl knistert, Audio-CDs springen, aber bei Video-DVDs ist gleich die ganze Edition im Eimer. Ein Kratzer, und die Scheibe läuft nicht mehr. Die Lösung liegt auf der Hand: Sicherheitskopien.
Erlaubt ist, auch nach geltendem Urheberrecht, das Anfertigen von bis zu sieben Kopien nicht kopiergeschützter DVDs für private Zwecke auf digitalem Weg. Erlaubt ist es auch, die Kopien an Freunde oder Verwandte zu verschenken. Verboten ist, und zwar strengstens, der Verkauf von Kopien. Verboten ist auch das digitale Duplizieren geschützter DVDs mithilfe von Spezialsoftware, die den Kopierschutz knackt. Generell gilt: Vorsicht ist besser. Denn die Rechtslage kann sich von heute auf morgen ändern. In Zweifelsfällen hilft das Internet weiter, beispielsweise auf zuverlässigen Webseiten wie www.kopien-brauchen-originale.de oder www.euro-copyrights.org. Sonst machen Sie sich am Ende unwissentlich strafbar und müssen sich als Raubkopierer und Mordbrenner verunglimpfen lassen.

Die legale Kopie

Aber jetzt kommt Trick 17. Er umgeht leichtfüßig die Verbotshürde, indem er den guten alten Analogweg wählt: Ein Player spielt die Scheibe und entschlüsselt die Daten, ganz wie es sich gehört. Das saubere Videosignal geht dann entweder an einen Standalone-Rekorder oder über die TV-Karte beziehungsweise den Videoeingang der Grafikkarte an den Rechner. Jede Authoring-Software, zum Beispiel NeroVision Express, brennt die Daten dann auf einen Rohling. Durch die Wiedergabe der Original-DVD im Abspielgerät verliert der Schutz seine Wirksamkeit die Kopie ist folglich legal, denn niemand knackt irgendetwas.

Bild: Einzigartig: Monica Bellucci als Persephone in »The Matrix Revolutions« und als Maria Magdalena in »The Passion of Christ«. Als Nächstes im Kino: »The Brothers Grimm« aus der
Feder von Ex-Monty-Python Terry Gilliam.


Die nötige Hardware

DVDs legal kopieren

Das Rezept ist klar. Hier sind die Zutaten: ein Player, ein PC mit Videoeingang und dazwischen das Kabel. Der Anschluss via S-VHS ist optimal, weil er beste Bildqualität garantiert. Dazu gehört noch eine professionelle Aufnahmesoftware, die das Filmmaterial bereits im DVD-konformen Standard entgegennimmt. Sonst ist vor dem Brennen noch eine Konvertierung erforderlich, und das dauert wieder. Neben dem Komplettkopierpaket DaViDeo LegalCopy von G Data bietet sich etwa NeroVision Express 3 an, das auch über eine gelungene Capture-Funktion verfügt.
Mit ungeschützten Video-DVDs, deren Kapazität die Größe des Rohlings nicht überschreitet, hat jedes Standardbrennprogramm leichtes Spiel, beispielsweise Nero oder WinOnCD. Ein Klick auf den Kopier-Button genügt. Selbst wenn das Original größer ist als das Zielmedium, sind Digitalkopien möglich. In diesem Fall übernimmt so genannte Transkodiersoftware (auch Rekodiersoftware) die Aufgabe. Derartige Programme gibt es mittlerweile wie Sand am Meer: Neben dem weit verbreiteten InstantCopy von Pinnacle hat beispielsweise auch die beliebte Vollversion Nero 6 Reloaded bereits ein solches Werkzeug im Kasten (Nero Recode 2).
Die Verkleinerung auf Rohlingsgröße geht allerdings nicht hopplahopp. Der Vorgang ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die selbst auf schnellen PCs mehrere Stunden dauert.


Tipps zum Brennen

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Die einzige Alternative wäre der Griff zum ziemlich teuren Double-Layer-Rohling. Darauf passt die Vorlage als Ganzes. Das Überspielen geht zwar deutlich schneller, ist aber immer noch nichts für Ungeduldige: Da viele Brenner diese Medien nämlich nach wie vor nur langsam brennen, dauert der Schreibvorgang bei 2,4facher Geschwindigkeit immer noch eine gute Dreiviertelstunde. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Player mit DL-Medien etwas anfangen können.
Die grösste Gefahr beim Kopieren von DVDs lauert in verdreckten Originalen. Bereits kleinere Verschmutzungen können zu unkorrigierbaren Lesefehlern führen. Abbruch, das Ganze noch einmal von vorn. Der erste Schritt besteht deshalb immer darin, zu prüfen, ob die Quell-DVD sauber ist. Falls nicht, helfen entweder ein spezielles Reinigungsset, das gut sortierte Fachgeschäfte vorrätig haben, oder Wasser und Seife.
Falls dennoch ein Lesefehler auftritt, ist der Rohling ein Fressen für die Mülltonne. Daher ist es sicherer, die Scheiben über ein Image zu verarbeiten, so dass Unregelmäßigkeiten rechtzeitig auffallen. Mit Hilfe eines virtuellen Laufwerks wie Nero ImageDrive lässt sich das vor dem Brennen ausgiebig testen.
Als Faustregel für die Schreibgeschwindigkeit gilt: Niemals mehr als 8fach. Alles, was darüber liegt, riskiert einfach zu viele Brennfehler, denn für 12- oder 16fach ist die Technik immer noch nicht ausgereift genug und die mühsam transkodierte DVD am Ende für die Katz. Mit etwas Geduld klappt es aber.