Geld verdienen mit Partnerprogrammen
Website-Refinanzierung

Allgemein

Online-Werbung wirft eine Menge Geld ab und kann mit stolzen Zuwachsraten aufwarten. Kleinere Websites können über Partnerprogramme am Boom partizipieren.

Einnahmen für kleine Sites

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Bei kleinen Webseiten lohnt sich einzig die Vermarktung durch Partnernetzwerke. Sofern es sich bei der Webseite nicht um ein Spezialgebiet oder besonders kaufkräftige Kunden handelt, dürfte es nämlich äußerst schwer fallen, Werbekunden für die eigenen Werbeflächen zu begeistern. Gerade bei niedrigen Abrufzahlen ist der Aufwand für eine Werbeagentur meist höher, um das Banner zu schalten, als das, was dieses später an Einnahmen wieder einbringen kann.

Nicht so bei Partnernetzwerken. Hier sammeln sich viele meist kleine Webseiten zu einem Verbund und bieten ihre Werbeflächen an. Werbetreibende können dann beim Netzbetreiber gleich größere Abrufzahlen ordern und sparen so einen erheblichen administrativen Aufwand. Der Netzbetreiber seinerseits gibt wiederum einen Teil der erwirtschafteten Einnahmen an die Webseiten weiter.

Je nach Partnernetzwerk sind die Modalitäten jedoch äußerst unterschiedlich. Bei einigen Programmen entscheidet der Webseitenbetreiber selbst, welche Werbung auf der eigenen Seite eingeblendet wird und welche nicht. Bei anderen regelt das der Netzbetreiber automatisch. Bei der Auswahl des Netzwerks sollten Sie neben den Werbemodalitäten auch darauf achten, wie seriös das Netzwerk ist, und auch darauf, wie viele und vor allem welche Partnerprogramme es gibt. Schließlich dürfte es relativ unergiebig sein, wenn eine Seite zum Thema Fußball Werbung für Slipeinlagen macht.


Erwartungshaltung

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Erwarten Sie aber von Partnernetzwerken auch nicht zu viel. Enorme Provisionen, wie sie manchmal insbeondere von unseriösen Anbietern vorgeschwärmt werden, werden nur in den seltensten Fällen erreicht, und selbst bei Klick-Programmen geht der Trend eher in Richtung2-Cent-Klick.

Werbung kann prinzipiell auf jeder Webseite jeden Typs platziert werden. Als Position empfehlen sich für Banner je nach Design der Webseite ein oder zwei Banner im Kopfbereich sowie gegebenenfalls ein weiteres Banner rechts oder links neben dem Seiteninhalt. Diese Stellen haben sich bei Besuchern bereits als Werbestellen eingeprägt und werden daher nicht als so sehr störend empfunden. Die Anzahl der Banner sollte die Zahl drei pro Webseite auch nicht unbedingt übersteigen, da mehr Banner dann meist einer Belästigung gleichkommen.


Werbeformen

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Bei der Platzierung von Bannern sollten Sie darauf achten, dass sie ohne zu scrollen bei einer Auflösung von 800 x 600 Pixel sofort sichtbar sind. Was Banner angeht, können Sie diese in fast allen Größen und Formen auf Ihrer Webseite einbauen. Sinnvoll ist es jedoch, auf Standardgrößen zurückzugreifen. Standardgrößen für Banner sind zum Beispiel 468 x 60 Pixel (Full Banner), 234 x 60 (Half Banner), 400 x 40 (Mini oder Small Full Banner), 120 x 600 (Skyscraper), 120 x 60 (Button) oder 728 x 90 (Super- oder Big Banner).

Popups werden von Besuchern als extrem störend empfunden. DHTML-Layer oder -Banner sind vergleichbar mit Popups, nur mit dem Unterschied, dass sich kein Fenster öffnet, sondern sich die Werbung direkt über den Inhalt der Seite schiebt. Diese Form der Werbung wird von den meisten Besuchern als die störendste aller Werbeformen empfunden und sollte daher ebenso sparsam eingesetzt werden wie Popups. Relativ problemlos ist es jedoch, wenn die Werbung erscheint, während der Besucher wartet. So kann beispielsweise ein DHTML-Banner eingeblendet werden, während der Besucher auf den Download eines Plug-ins oder Online-Spiels wartet. Andererseits sei gesagt, dass es sich hierbei um eine der effektivsten Werbeformen angeht, was die Klickraten und entsprechend den Profit angeht.


Abrechnungsform: Ad-Views

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Im Internet haben sich besonders vier Formen der Abrechnung von Werbemaßnahmen etabliert. Bei der Bezahlung nach Ad-Views zahlt der Werbetreibende pro erfolgten Einblendungen der Werbemittel einen festgelegten Betrag. Dieser Betrag nennt sich CPV (Cost per View/Kosten pro Einblendung), er wird aber meist nur in Tausenderblöcken angeboten und heißt dann CPM (Cost per Mille/Kosten pro 1000 Einblendungen) oder TKP (Tausender-Kontaktpreis). Der Preis variiert hier stark und ist abhängig von Werbetyp, -größe, -form und gegebenenfalls der Animation. Für Webseitenbetreiber ist diese Abrechnungsform am besten geeignet einfach weil sich hiermit relativ gut rechnen lässt und man mit den Einnahmen planen kann. Im Gegensatz zu anderen Abrechnungsformen ist sie auch nicht so sehr vom Zufall beziehungsweise den Eigenheiten der Besucher abhängig.


Abrechnungsform: Ad-Clicks

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Die Bezahlung nach Ad-Clicks, also den Klicks auf ein auf einer Seite platziertes Werbemittel, ist die gängigste Variante. Sie ist sowohl bei Webseitenbetreibern als auch bei Werbetreibenden beliebt, da beide Seiten genau das bezahlen beziehungsweise für das bezahlt werden, was wichtig ist, nämlich Besucher. Dabei wird ein zuvor festgelegter Betrag für jeden Klick bezahlt (CPC/Cost per Click/Kosten pro Klick), den der Webseitenbetreiber durch die Werbung auf seiner Seite generiert. Der CPC liegt zwischen 0,02 und 0,30 Euro kann aber auch schon mal auf mehrere Euro hochgehen.


Abrechnungsform: Ad-Lead

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Bei Ad-Lead-Abrechnung wird nur dann bezahlt, wenn ein geworbener Besucher auf der Seite des Werbetreibenden auch eine bestimmte Aktion durchführt. Diese Aktion kann zum Beispiel die Registrierung beim Newsletter, das Versenden von Grußkarten oder das Hinterlassen von Kundendaten sein. Dem Webseitenbetreiber wird dann ein fester Betrag (CPL/Cost per Lead/Kosten pro Durchführung) vergütet, der in der Regel zwischen 0,50 Euro und 5 Euro liegt und sich nach dem Schwierigkeitsgrad der durchzuführenden Aktion richtet. Für Webseitenbetreiber ist diese Abrechnungsform meist nicht ganz so lohnend wie Ad-Views oder Ad-Clicks, da in der Regel die Zahl der geworbenen Besucher, die auch gerade diese Aktion durchführt, relativ gering ist. Jedoch können auch hiermit unter Umständen beträchtliche Gewinne erzielt werden. Sofern Sie sich dieser Abrechnungsart anschließen sollten Sie bei einem Partner deshalb vorher immer prüfen, wie durchführbar das geforderte Ziel ist. Liegt das Ziel beispielsweise in der Registrierung des Newsletters und ist dieser aber erst auf der dritten Unterseite zu finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nur wenige Besucher sich dort eintragen werden.


Abrechnungsform Ad-Sales

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Bei der Abrechnung nach Ad-Sales wird nur dann bezahlt, wenn auch ein Verkauf zu Stande gekommen ist. Die Bezahlung wird hier meist nach einem festen Prozentsatz vom Verkaufswert geregelt. Je nach Partner und Produkt kann der Satz zwischen 5 und 30 Prozent liegen. Dieses Verfahren ist für die meisten Webseitenbetreiber eigentlich nur wenig akzeptabel, da man hierbei oft deutlich weniger verdient als bei Ad-Views und Ad-Clicks.

Auf der anderen Seite ist dieses Verfahren natürlich bei Werbetreibenden sehr beliebt, da diese nur dann bezahlen müssen, wenn dank des getätigten Umsatzes auch wirklich Geld in die eigene Kasse kommt. Allerdings hat sich dieses Verfahren mittlerweile auch aus Webseiten-Sicht besonders bei redaktioneller Werbung etabliert: Bei Buchvorstellungen und dergleichen sind eben die Kaufraten deutlich höher, als wenn der Besucher nur auf ein Banner geklickt hat.


Realistische Klickraten

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Mit Werbung Geld zu verdienen kann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Erfahrungen zeigen, dass selbst themenverwandte Webseiten mit ähnlichen Besuch
erzahlen deutliche Unterschiede bei den Werbeeinnahmen aufweisen können. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, wie viel man mit Online-Werbung verdienen kann. Allerdings gibt es einige Kennzahlen, an denen man sich orientieren kann.

So fällt zum Beispiel die Zahl der Bannereinblendungen meist deutlich geringer aus, als sie vorher anhand der Pageviews ermittelt wurde. Unterschreitungen bis zu 50 Prozent und weniger sind keine Seltenheit. Viele Webseitenbetreiber machen auch den Fehler und rechnen sich selbst die Zahlen schön, sind dann aber enttäuscht, wenn der erwartete Erfolg ausbleibt. Bestes Beispiel hierfür sind die durchschnittlich erzielten Klickraten: Fragt man einen Webmaster, der die Erfahrung noch nicht gemacht hat, wird man Zahlen um die 1 bis 5 Prozent hören.

Das ist jedoch alles andere als realitätsnah. Realistische Klickraten liegen bei Bannern und gewöhnlichen Text-Links zwischen 0,1 und 0,5 Prozent (also 1 bis 5 Klicks bei 1000 Einblendungen), je nach Qualität des Banners auch darunter und nur selten darüber. Etwas besser sieht es da schon bei den Sale- und Lead-Raten aus. Hier liegen die Abschlüsse je nach Produkt beziehungsweise Aktion im Prozentbereich.


Rechenbeispiel

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Angenommen Sie nehmen als Website-Betreiber an einem Sale-Modell teil, das Ihnen zehn Prozent pro verkauftem Artikel einräumt. Ein Artikel kostet im Schnitt 50 Euro. Ihre Provision läge bei erfolgreichem Sale also bei 5 Euro. Wenn Sie das auf Klickraten von 0,2 Prozent und Sale-Raten von einem Prozent übertragen, bedeutet das, dass Sie etwa 100 Klicks oder 50000 Views benötigen, um 5 Euro einzunehmen. Bei kleinen Webseiten geht da schon ein ganzer Monat drauf, bis diese Zahl von 50000 Views erreicht ist.

Angesichts dessen ist auch verständlich, warum die Ad-Click- beziehungsweise Ad-View-Abrechnung bei Webseitenbetreibern so beliebt ist: Bei einem niedrigen TKP-Preis von einem Euro hätten Sie beim obigen Beispiel schon das Zehnfache (eben 50 Euro) verdient bei einem Klickpreis von 0,10 Euro immerhin noch das Doppelte.


Partnernetzwerke

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Bei Partnerprogrammen oder Affiliate-Programmen finden sich Werbende (Merchants) und Webmaster (Afffiliates) zusammen. Der Merchant stellt dem Webmaster seine Banner, Text-Links und anderen Werbemittel zur Verfügung, damit der Affiliate mit diesen für den Merchant selbstständig auf seiner Website werben kann. Die Provisionierung erfolgt bei solchen Programmen zumeist auf Erfolgsbasis, also wenn auf ein Banner geklickt wird. In den seltensten Fällen geschieht hier die Abrechnung noch nach Anzahl der Bannereinblendungen.

Ad Butler
Ad Butler folgt ganz seinem Namen und macht sowohl innen als auch außen einen noblen und anspruchsvollen Eindruck. Die Programme sind gut und bieten meist ebenso gute Provisionen. Einzig zu bemängeln wären die teilweise recht spärlichen Werbemittel und die manchmal recht unübersichtliche Bedienung.

Ad Cell
Ad Cell bietet ausgesuchte Programme, die man nicht bei jedem Netzwerk findet, und setzt sich selbst zugleich den Anspruch, bei Programmen, die auch in anderen Netzwerken vertreten sind, höhere Provisionen zu zahlen. Die Webseite ist wenig augenfreundlich. Die Technik ist jedoch weitgehend zuverlässig und die Provisionen treffen pünktlich ein.

Ad Klick
Ad Klick kommt eigentlich aus der Klickvermarktung, bietet jedoch auch ein Partnerprogramm im klassischen Sinn an. Über 3000 Teilnehmer und über 300 Sponsoren bringt das Partnerprogramm derzeit auf die Waage. Ab einem Guthaben von 15 Euro erfolgt die Auszahlung monatlich. Daneben gibt es umfangreiche Statistiken.

Ad Tiger
Das Besondere bei Ad Tiger ist, dass nicht jede Webseite angenommen wird, sondern die Webseiten von Hand geprüft werden. Entsprechend kümmern sich die Mitarbeiter dann aber auch persönlich um jeden einzelnen Webmaster und beraten ihn in allen Aspekten rund um die Werbung. Die Provisionen sind teils deutlich höher als bei anderen Netzwerken.

Affili.net
Affili.net war eines der ersten und ist eines der größten Netzwerke. Alles, was Rang und Namen hat, hat hier ein Partnerprogramm. Die Statistiken sind in Detailtiefe kaum zu überbieten, die Auszahlungen erfolgen pünktlich und die Programme sind entsprechend ordentlich einzig der Support lässt sich teils etwas Zeit, um auf Anfragen zu antworten.

Affiliwelt
Solides Netzwerk mit zahlreichen Programmen zu guten Konditionen. Unter den Sponsoren finden sich interessante Namen wie Obi, Heine oder Vodafone. Die Statistiken und die Optik sind gut. Bei der Anmeldung gibt es einen Bonus von 5,55 Euro, die Auszahlung erfolgt, sobald das Limit von 25 Euro überschritten ist.

Superclix
Superclix ist, was die Programmanzahl angeht, wahrscheinlich das größte Netzwerk. Hier finden sich Programme zu jeglichem Thema. Auf Grund der Masse sinkt allerdings auch die Klasse der Programme teilweise ? nicht jedes Programm, das bei Superclix existiert, ist auch empfehlens- oder bewerbenswert. Auszahlungen erfolgen pünktlich.

Trade Doubler
Trade Doubler ist eines der wenigen internationalen Netzwerke. Hier finden sich große Namen und gute Provisionen. Bei Trade Doubler vertreten sind Namen wie Air France und KLM aus der Reisebranche sowie Sony und Dell aus dem IT-Bereich. Im Bereich Telekommunikation kann man mit Sony Ericsson oder Vodafone Geschäfte machen.

Zanox
Zanox ist ebenso wie Trade Doubler mit großen Namen und entsprechend guten Programmen bestückt. Zu den Top-Partnern zählen zum Beispiel T-Online, Esprit, Strato, Conrad, Karstadt und Quelle. Die Registrierung bei Zanox ist kostenlos und relativ schnell erledigt, da Zanox auf das seitenweise Abfragen überflüssiger Daten weitgehend verzichtet.

Vitrado
Vitrado ist einer der wenigen Anbieter, der nahezu ausschließlich auf Lead- und Sale-Programme setzt und Klick-Programme quasi komplett außen vor lässt. Die vorliegenden Programme sind jedoch recht hoch anzusiedeln. Zu den Top-Programmen zählen Freenet, Conrad, DiBa, Time Life, Mobilcom und die Internet-Apotheke Doc Morris.