Kreditkartenbetrug nimmt zu und bedroht E-Commerce

Sicherheit

Online-Händler melden immer mehr Fälle von “Chargebacks”: Für Waren, die mit gestohlenen Kreditkartennummern bestellt wurden, können die echten Inhaber ihr Geld zurückfordern. Der zunehmende Betrug bedroht die Onlineshops.

Pago, ein Acquiring & Payment Service Provider, legte heute in Köln einen Report vor, der von einer Zunahme des Kreditkartenbetrugs beim elektronischen Handel berichtet. Bei der Nutzung gestohlener oder manipulierter Kreditkartendaten verliert der Händler durch Geld-Rückholaktionen der Kunden und Kreditkartenfirmen nicht nur Ware, sondern auch das Geld dafür – der Konsument sei geschützt, der Händler aber nicht. Die durchschnittliche Rückforderungsquote im europäischen Online-Handel beträgt zwar mickrige 0,83 Prozent, aber die Details sprechen eine andere Sprache: Der Anteil an Kreditkarten-Chargebacks wegen manipulierter Kreditkartendaten stieg von knapp über 4 Prozent im Jahr 2003 auf mehr als 7 Prozent im Jahr 2004. Dies sei vermutlich eine Folge des insgesamt wachsenden organisierten Kreditkartenbetrugs, heißt es in dem Report.

Vorteilhaft für den deutschen E-Commerce: Hier liegt die Rückholrate mit 0,31 Prozent deutlich niedriger als in anderen EU-Ländern. Der Kreditkartenbetrug gehe derzeit vor allem vom außereuropäischen Ausland und nur von wenigen europäischen Ländern aus. Immerhin hätten vor allem die westeuropäischen Händler mit verstärkten Betrugsabwehrmechanismen die Chargeback-Rate verringert.

Der komplette Report ist für 375 Euro bei Pago erhältlich. (mk)

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