Hermstedt-Musikserver
MP3 im Hifiturm

Allgemein

Minimalistisches Design und edler Klang sind ein Genuss für Augen und Ohren. Das Multitalent von Hermstedt vermählt PC-Komfort mit gehobenen Hifi-Qualitäten.

Musikserver Hifidelio

Hermstedt-Musikserver

Kerzenlicht und Rotwein. Jetzt noch der richtige Sound und alles wäre perfekt. So aber beginnt das Suchen nach der passenden Musik im übervollen CD-Regal und schon ist die schönste Stimmung in Frust umgeschlagen. In Zukunft also alles komplett in den Computer speichern und von dort aus verwalten und abspielen? Das wäre möglich. Aber jedes Mal, wenn die Lust nach Jarrets legendärem Köln Concert oder Beethovens »Fidelio« aufflammt, den PC anwerfen und auf Windows warten? Nein danke.

Muss auch nicht sein, denn der Musikserver Hifidelio verbindet jetzt die Stärken beider Welten. Dabei hört das Gerät genauso auf die Fernbedienung wie übliche Hifi-Komponenten. Spezialkenntnisse sind nicht nötig. Maße und Design des Geräts gleichen denen klassischer Stereokomponenten. Die Optik des Hifidelio fügt sich daher nahtlos in bestehende Systeme ein.
Die Klangeigenschaften sind so hervorragend, dass sie selbst mit gehobenen Playern mithalten können. Das Audioteil wird sowohl den leisen Stellen klassischer Flötensolos gerecht als auch wummernden Heavy-Metal-Orgien. Lediglich das CD-/DVD-Combo-Laufwerk (das auch Audio-CDs brennen kann) ist etwas laut. Dank des Gerätekonzepts wird es aber kaum jemand in der Praxis zum Musikhören benutzen. Eine eingebaute 80 GByte große Festplatte bietet nämlich, je nach Qualitätsanspruch, Speicherplatz für circa 1000 bis 2000 CDs im MP3-Format oder rund 200 CDs im verlustfreien FLAC-Format. Alternativ werden auch die Formate WAV, AAC, AIFF und OGG Vorbis geboten.

Ausstattung:
– 80-GByte-Festplatte
– CD/DVD-Combolaufwerk
– LCD, Fernbedienung

Anschlüsse:
– Line-in/out, SPDIF optisch (koaxial)
– USB 1.1/2.0
– Ethernet, 4-Port-Switch
– WLAN 802.11g 54 MBit/s

Audioformate:
– AAC (MPEG 4), MP3, OGG Vorbis, WMA, FLAC, AIFF, WAV


Ohne Lüfter

Hermstedt-Musikserver

Der Hifidelio kommt übrigens trotz Computerherz ohne Lüfter aus, so dass beim Abspielen von der Festplatte kein Betriebsgeräusch das Musikvergnügen stört. Nur in ganz geringer Entfernung ist das Surren der Harddisk zu hören. Fernbedienung mit Scrollrad und Funktionstasten sowie ein helles LCD am Gerät übernehmen die Steuerung. Das Display ist gut lesbar, die Schrift kann zur Bedienung aus größerer Entfernung sogar vergrößert werden. Eine logische und einfache Menüstruktur macht eine gedruckte Anleitung schon nach kurzer Gewöhnung überflüssig.
Audio-CDs werden auf Knopfdruck digitalisiert und auf Platte abgelegt. Um das Wie braucht man sich nicht zu kümmern. Mehr noch: Das Gerät sucht automatisch für die jeweilige CD zusätzliche Daten aus einer eingebauten Datenbank oder über das Internet. Die so gefundenen Songtitel, Interpreten, Genre und weitere Angaben werden zusammen mit den Musikstücken gespeichert und ergänzen später die Suche als Kriterien. Ein Komfort, den klassische Hifi-Geräte nicht bieten können. Ist der Hifidelio an einem Netzwerk angeschlossen, können einige Funktionen per Webbrowser besonders bequem genutzt werden, unter anderem das Editieren dieser Zusatzinformationen.

Brennt Audio-CDs
Digitalisieren und Speichern funktioniert allerdings nur in eine Richtung. Ein Übertragen der digitalisierten Musikstücke auf den PC ist nicht möglich. Bei Bedarf brennt der Hifidelio diese allerdings über das eingebaute Laufwerk als Audio-CD. Ein iPod oder portabler MP3-Player kann direkt per USB oder Netzwerk angekoppelt werden. Wer bereits MP3-Tracks hat, muss diese über den Netzwerk- oder den USB-2.0-Anschluss einspielen, denn das Laufwerk kann leider keine MP3-Daten-CDs lesen. Für die Netzwerkeinbindung stehen vier Ethernet-Anschlüsse und ein WLAN-Zugang (802.11g, 54 MBit/s) zur Verfügung.