Teleworking kann endlich Kosten sparen
Konsolidierung mal anders – Sparen an Büros, nicht an Arbeitskräften

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Der prophezeite Trend zur Konsolidierung wird voraussichtlich zur Telearbeit führen. IT-Mitarbeiter dürften dabei auf neue Aufgabenfelder hoffen: VPN-Technik statt “Turnschuhnetzwerk”.

Teleworking kann endlich Kosten sparen

Der zungenbrecherische technische Jargon und die nicht entzifferbaren Akronyme der IT-Welt können sogar gestandene Profis kurzfristig in Verlegenheit bringen. Aber ein Begriff, der unter Garantie die Furcht schlagartig in das Herz der IT-Abteilung eindringen lässt, ist “Konsolidierung”.

Die erste Erwähnung dieses Wortes mit “K” reicht zumeist schon aus, dass die Mitarbeiter im IT-Bereich nervös nach den nächstliegenden Stellenausschreibungen greifen – und das mit gutem Grund. Es wird oft gesagt, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens dessen größte Ressource darstellen. Allerdings sprechen wir hier von einem Mitarbeiter, der für das Unternehmen angenehm flexibel ist und damit der erste, der gewöhnlich in schwierigen Zeiten entlassen wird – lange bevor andere Ressourcen von “entscheidender Bedeutung” wie Bürogebäude, Topfpflanzen, Getränkeautomaten, Schreibtische oder sogar alternde Computersysteme abgestoßen werden.

Aufstockung der IT-Budgets? Bislang eher “Pustekuchen”
Ob es einem nun gefällt oder nicht – dieses Jahr steht die Konsolidierung von IT-Ressourcen wieder ganz oben auf der Prioritätenliste der Unternehmensvorstände für den Bereich Informationstechnologie. Dies geht aus einer kürzlichen Untersuchung der Analystenfirma Gartner hervor, dass aus der verzweifelt erhofften Aufstockung der IT-Budgets größtenteils nichts geworden ist.

2005 werden mehr Unternehmen versuchen, zwecks Kostensenkung ihre Arbeitsabläufe weiter zu “verschlanken”. Dies geschieht in der Hoffnung, die Ausgaben so umzuverteilen, dass damit leichter identifizierbare Modelle für die Erwirtschaftung von Einnahmen realisiert werden können.

Der Gedanke ist, dass eine Periode der Konsolidierung den Weg für zukünftiges Wachstum ebnen wird. Glücklicherweise scheint diese Art der Konsolidierung vornehmlich auf Systeme und das System-Management gerichtet zu sein, bevor sie sich auf die logische Folgeerscheinung zuspitzt und beginnt, die menschlichen Reihen in der IT-Abteilung zu lichten.

Netzwerke und Speicher stehen ganz oben auf der Liste, wobei auf die Konvergenz von Sprach- und Datennetzen als Nächstes die Virtualisierung von Network Attached Storage (NAS) Ressourcen in kleinere Funktionseinheiten, die – vermutlich – wesentlich leichter zu handhaben sind.

Manager statt PCs reduzieren – bald auch auf der Agenda?
Der Managementprozess selbst steht ebenfalls in der Schusslinie, und das keine Minute zu früh. Ob dies eine Reduzierung der Anzahl von Chefs im Verhältnis zum Fußvolk zu bedeuten hat, ist eine reine Vermutung, wobei das Ergebnis von Unternehmen zu Unternehmen jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach sehr unterschiedlich sein wird.

Den Vorrang vor all diesen Maßnahmen – so Gartner – hat jedoch die Notwendigkeit, die Grundstücke zu reduzieren; mit anderen Worten: Einige Büros zu schließen und deren Funktionen in andere einzupassen. In der Vergangenheit wäre diese Art von Politik automatisch mit der Freisetzung von Arbeitskräften einhergegangen. Dies aber ist nicht mehr zutreffend, meinen Experten, die behaupten, dass die rasche Verbreitung der Breitband-Anschlüsse während der letzten Jahre große Veränderungen mit sich gebracht habe.

Der Vormarsch des virtuellen Büros verändert die Schemata der Beschäftigungsverhältnisse. Er ermöglicht es Unternehmen, Mitarbeiter zu behalten, die sich sonst zwangsweise oder freiwillig ohne Job wieder finden würden, weil sie zu weit vom nächsten Büro entfernt wohnen.

Auslagern ohne Know-how-Verlust: Breitband macht’s möglich
Die Mitarbeiter können jetzt mittels einer Kombination von Virtual Private Network (VPN) Links und IP-Telefonsystemen verbunden bleiben, wobei diese effektiv die gleichen Kommunikationssysteme replizieren, die in den Zentralen verfügbar sind. Und die IT-Abteilung hat endlich Ruhe vor den immer maulenden PC-Usern in der Firma – die müssen auf ihre Heimarbeits-PCs gefälligst selbst achten.

Telearbeit wird schon seit einiger Zeit in der einen oder anderen Form angewendet. Der entscheidende Unterschied jetzt besteht darin, dass die Technologie ausreichend kosteneffektiv und effizient ist, um zu einer attraktiven Option für die Arbeitgeber zu werden, wenn es darum geht, die Betriebskosten zu senken.