Telefonhacking
Aus kleinen Summen kann ein gewaltiges Big Business werden

IT-ManagementIT-ProjekteMobileNetzwerk-ManagementNetzwerkeSicherheitSicherheitsmanagementSmartphone

Winzige Gebühren können Online für die Spielehersteller – und für die Hacker – große Profite abwerfen.

Telefonhacking

Für Pixels gibt es einfach keinen Ersatz. Es ist wie mit Automotoren: die Größe des Hubraums macht den entscheidenden Unterschied – und wenn es sich um Spiele handelt, gilt: Je mehr Pixels, desto höher die Auflösung und demzufolge desto klarer Ihre Sicht auf das, was passiert.

Und je mehr Pixels man hat, desto schwerer muss natürlich der Prozessor arbeiten. Jeder, der also anfängt, darüber zu schwafeln, wie “toll” doch eine Spielekonsole sei, wenn sie nichts weiter steuern muss als einen Fernsehapparat, wird die absoluten Freaks unter den Spielern kaum davon abhalten, zwei Riesen springen zu lassen, um sich ein Gerät mit PCI Express und dualen Grafikkarten sowie einen 64bit-Athlon und natürlich auch ein Display mit 1280×1024 als absolutes Minimum anzuschaffen. Damit erhebt sich also die Frage, wie weit verbreitet die tragbaren Spielekonsolen eigentlich sein sollten.

Einerseits hatten all die Leute durchaus Recht, die auf der E3 Entertainment Expo vorige Woche ihre Blicke auf die winzigen tragbaren Spielegeräte lenkten. Ein Spiel ist eine geistige Angelegenheit und keine Pixelzahl – es ist noch immer so, dass die Atari Kassenschlager der 80er Jahre zu den Klassikern gehören. Sie tauchen auf Telefonen auf – warum auch nicht?

Die heutigen ARM-Chips würden den Atari 400 verschlingen und mit einem ordentlichen Headset wären sie durchaus etwas überzeugender. Aber Breakout, Space Invaders, Pong und all diese Dinger sind immer noch exzellente Spiele: in der gleichen Art wie Tennis auch Tennis bleiben würde, wenn man farbenblind ist.

Also gut, betrachten wir mal das Standard Konsolenspiel und vergleichen es mit Half Life oder Doom. Vergessen Sie’s ! Es ist ein Unterschied wie zwischen einem Strichmännchen und einem Leonardo da Vinci. Es ist der Unterschied wie zwischen einem Clip von Tante Trudes Heimvideo und Monty Python’s Life of Brian. Es ist der Unterschied wie zwischen einem Kind, das mit Essstäbchen trommelt und dem Te Deum von Berlioz mit zwei Orchestern, drei Chören und einer Orgel.

Aber eine Berlioz Aufführung kann man nur hin und wieder erleben – mit Essstäbchen kann man spielen, wann immer man will. Und bei der Elektronik sind es nun einmal die Zahlen, die die größte Rolle spielen. Die Lizenzgebühren für eine Aufführung von Berlioz – wenn er noch am Leben wäre – würden gewaltig sein…. aber die Millionen von geringen Lizenzgebühren auf ein Atari-Spiel für ein Nokia Telefon? Ungeheuerlich!

Aus diesem Grunde machen wir uns Sorgen um Hacker, die in Telefone eindringen – nicht so sehr die Hacker, die durch die Netze streifen und versuchen, einen Millionär zu finden und einen Bluetooth Link anzuzapfen. Es geht um diejenigen, die in den Server eines Mobilfunkbetreibers abtauchen und den Bruchteil eines Cents von jeder Zahlung für das Mobiltelefon abzwacken könnten.