Privatdetektive formieren sich gegen Datenschutz

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In den USA haben die “private eyes” ein Problem: Durch geplante verschärfte Datenschutzgesetze dürfen sie keine persönlichen Daten mehr bei Adressbrokern erforschen. Nun rebellieren die Schnüffler.

Die US-amerikanischen Privatdetektive wenden sich gegen neue Gesetzesvorschläge in den USA. Gemeinsam wollen sie nun ihre Lobbyisten gegen die anstehende Verschärfung der Datenschutzgesetze aktivieren. Nachdem bei einigen großen Datenbrokern wie LexisNexis und ChoicePoint durch eklatante Sicherheitslücken Daten ergaunert werden konnten oder bei Banken und Kreditkartenunternehmen einfach so die Informationen verschwanden (wir berichteten), wollen die Gesetzgeber nun erschweren, Sozialversicherungsnummern von Verbrauchern zu speichern und mit ihnen Handel zu treiben.

Weil die Privatdetekive aber häufig bei ihren Recherchen diese Nummern nutzen und nun so gar keinen Zugriff mehr auf die wichtigen Daten haben, erregen sich die Gemüter der Schnüffler. Selbst schuld: Einige schwarze Schafe unter ihnen brachen die Verträge mit den Brokern und verkauften die Infos einfach weiter.

Wie die Washington Post berichtet, wollen Berufsverbände von Detektiven und Brokern nun in den politischen Kampf stürzen – im großteils christlich fundamentalen Amerika haben sie gute Chancen, wenn sie in ihren Bemühungen darauf aufmerksam machen, dass man Ehebrecher (Todsünde!) ohne ihre ID nicht mehr identifizieren kann. (mk)

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