Google entlarvt Plagiatoren

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Professoren, die ihre Reden im Web veröffentlichen, können genauso schnell als Informationsdiebe erkannt werden wie Studenten.

Google als Recherchewerkzeug entlarvt Infodiebe sehr schnell: Zitat eingeben und Ähnlichkeiten der Suchergebnisse betrachten, und schon ist der Dieb ertappt. Nur dumm, dass es diesmal nicht einen Studenten, sondern sogar den Professor erwischte: Bryan LeBlau, Dekan an der University of Missouri, holte sich seine Interpretation der Worte des deutschen Philosophen Hegel offenbar von Professor Cornel West, der bereits 10 Jahre zuvor eine nahezu identische Rede hielt. Beide sind ins Internet gestellt – und damit durch Google sofort als Original und Fälschung erkennbar, meinte die Weblog-Autorin Sally Greene in ihrem Beitrag. Sogar die Schreibfehler seien identisch.

Weil sie sich ärgerte, dass die Plagiatsvorwürfe immer nur Studenten gegenüber erhoben werden, selten aber gegenüber den Profs, outete sie den Datendieb nicht nur in ihrem Weblog, sondern auch bei der Lokalpresse. Der Ertappte veröffentlichte mittlerweile eine Entschuldigung im Web, aber eigentlich klingt der Text eher wie eine Ausrede eines ertappten Studenten. (mk)

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