Leise Highend-PCs
Sanfte Monster

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Es geht auch leise: Mit ausgeklügelten Kühlverfahren sorgen Spitzen-PCs für hohe Leistung bei geringem Betriebsgeräusch. Sechs Highend-Rechner im Test.

Diese Produkte haben wir verglichen

Leise Highend-PCs

MR Computertechnik Ichbinleise PC 703
Leo Delphin Boreas-I300
Deltatronic Silentium
Silentmaxx ST-11-Pro Tower
Tarox Modula Extreme 8000
Wortmann Terra Orbis MWS Silentium iP4-560T
Dell Dimension 5000


Kühlmethoden

Leise Highend-PCs

Vom kraftvollen Motorensound eines Sportwagens können manche Fahrer nicht genug bekommen. Im Gegensatz dazu gibt es bei Highend-Rechnern wohl kaum jemanden, der die Geräuschkulisse von hochtourigen Lüftern oder Festplatten als Genuss empfindet. Ein lärmender Computer stört die Konzentration und hemmt die Produktivität. Speziell bei anspruchsvollen Arbeiten wie CAD, 3D-Grafik oder Videobearbeitung, die hohe Konzentration erfordern, wäre ein schneller und gleichzeitig leiser PC sinnvoll. Auch Heimanwender, bei denen PCs als Multimedia-Geräte dienen, sind nicht mehr bereit, laute Rechner in Wohn- oder Arbeitszimmer zu tolerieren.

Hier kommen die sechs getesteten High-end-PCs zum Zug, deren leistungsfähige Prozessoren, Grafikkarten und Festplatten durch ausgefeilte Kühlmethoden leise gehalten werden, ohne die Stabilität zu gefährden.

Drei verschiedene Kühltechniken kommen derzeit in Silent-Komplettsystemen zum Einsatz: Luft, Wasser und Heatpipes. Die Rechner von Leo, MR Computertechnik, Silentmaxx und Wortmann werden durch Lüfter gekühlt, bei Tarox verhindert Wasser den Hitzetod. Beim Deltatronic führen Heatpipes die Wärme über das Gehäuse ab. Alle genannten Computer werden in Kleinserie oder auf Bestellung hergestellt. Für diesen Test schicken die Hersteller jeweils ihren besten Rechner. Die Preisgrenze liegt bei 3000 Euro.


MR Computertechnik ichbinleise 703

Leise Highend-PCs

Die optimale Kombination aus hoher Leistung und geringer Lautstärke bietet der ichbinleise 703 von MR-Computer. Mit zwei Geforce-6800-Karten in SLI-Konfiguration ist er vor allem im 3D-Bereich deutlich schneller als die Konkurrenz. Aber auch bei der Festplattenperformance spielt der Rechner mit dem schwarzen Siverstone-Gehäuse vorn mit. Darüber hinaus ist er mit 34 dB(A) bei voller Belastung immer noch flüsterleise.


Testparcours

Leise Highend-PCs

Schnell, leise und trotzdem stabil im Dauerbetrieb bei hoher Prozessorlast: Diese Forderungen sollen die sechs Silent-Rechner im Vergleichstest erfüllen. Als Referenz dafür, was ein herkömmlicher PC moderner Bauart leistet, dient der Dell Dimension 5000.

Die Leistungsmessung setzt sich aus einer ganzen Reihe von Benchmarks zusammen. Der Content Creation Winstone 2004 testet die Performance in den Bereichen Office, Bildbearbeitung und Multimedia. Dieser Benchmark ist eine Domäne der PCs mit Athlon 64, die von ihrem integrierten Speichercontroller profitieren können. Die Leistung der Rechner beim MPEG-2-Encoding misst PC Professionell mit Mainconcept 1.04. Hier ist der Leo Delphin mit seinem 3,8-GHz-Pentium-4 der schnellste Rechner, gefolgt von Dell und Wortmann. Die PCs mit AMD Athlon sind deutlich langsamer. Für die Messung der 3D-Leistung im Direct3D-Bereich dient der Futuremark 3D Mark 2005 bei hoher Auflösung und 4fach-Antialiasing.

So müssen die schnellen Grafikkarten, von denen in einigen der Rechner gleich zwei im SLI-Betrieb arbeiten, ihre Leistung beweisen. Einsamer Spitzenreiter ist der Bolide von MR Computertechnik mit zwei Geforce-6800-Karten im SLI-Betrieb. Die Fähigkeit der Testkandidaten für professionelles 3D-Rendering wird mit Lightwave 7.5 erfasst. Dabei profitieren die Pentium-4-PCs von der Hyperthreading-Unterstützung ihrer CPUs und rendern deutlich schneller als die Computer mit Athlon 64. Die Transferrate der Festplatten, die teilweise im Raid-Verbund laufen, misst HD-Tach 3.0.1.0 von Simpli Software.


Testergebnisse im Überblick

Leise Highend-PCs