Handy-Übernahme durch BenQ: Siemens zahlt 350 Millionen drauf

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Auf einer Pressekonferenz gestern in München räumte Siemens-Chef Kleinfeld ein, dass der Verkauf der Handy-Sparte erst einmal ordentlich das Betriebsergebnis belastet.

Verkaufen ist nicht gleich verkaufen, insbesondere, wenn der Käufer der Unternehmenssparte nicht die Verluste übernimmt. 138 Millionen Miese des laufenden Quartals muss Siemens noch selbst übernehmen, 250 Millionen müssen in die Harmonisierung von Produkten und technischen Plattformen investiert werden, 50 Millionen gehen in eine vereinbarte Beteiligung an BenQ. Weitere 100 Millionen Euro muss das Unternehmen abschreiben.

BenQ-Chef Lee Kun-Yao kündigte an, nach seinem Vertrag mit Kleinfeld das Siemens-Logo noch einige Monate zu nutzen, doch in einigen Fällen könne man gleich das BenQ-Logo auf neue Geräte setzen.

Was aus dem Siemens-Betriebsergebnis verschwindet und damit auch aus den Steuereinnahmen des Bundes, taucht inzwischen im Aktienkurs des Konzerns wieder auf: Seit der Bekanntgabe der Übernahme durch BenQ stieg der Siemens-Aktienkurs wieder, berichtet die Financial Times. (mk)

Autor: fritz
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