Anti-Spam-Dienst: Eleven Expurgate
Kategorische Spam-Abwehr

SicherheitSoftwareVirus

Eleven Expurgate teilt Mails in die Kategoriene Spam, Viren, Newsletter und erwünschte Post ein. Der Dienst ist ausgereift und erfordert keine aufwändige Systempflege.

Testbericht

Anti-Spam-Dienst: Eleven Expurgate

Der Anti-Spam-Dienst des Berliner Unternehmens Eleven sortiert eingehende Mails in verschiedene Kategorien und vermerkt dies jeweils im Header: Erwünschte Post, Massensendungen wie Newsletter und Spam sowie Nachrichten mit suspekten oder gefährlichen Anhängen. Optional findet auch gleich ein Viren-Check durch Antivir von H+B EDV statt. Für jede Kategorie getrennt kann der Benutzer verschiedene Optionen wie die jeweilige Empfängeradresse oder das Hinzufügen von Informationen in die Betreffzeile einrichten.

Privatanwender nutzen den Service kostenlos und verbessern so den einfachen Spam-Schutz ihres Free-Mail-Postfaches: Per Weiterleitungsregel senden Sie alle eingehenden Nachrichten Ihres Mailkontos ungefiltert an den persönlichen Expurgate-Account. Die sortierten Mails gehen dann entweder gesammelt an eine oder je nach Kategorie an mehrere alternative Adressen. Filterregeln verschieben sie dort in verschiedene Unterordner. Die Einrichtung nimmt etwas Zeit in Anspruch, gegenüber lokal installierten Filtern spart diese Vorgehensweise aber gerade bei schmalbandigen Internetverbindungen Zeit und Gebühren beim Mail-Abruf. Zudem profitieren Sie so auch bereits beim Webmail-Zugang von dem Schutz.


Arbeitsweise

Anti-Spam-Dienst: Eleven Expurgate

Unternehmen wählen zwischen zwei Modellen: Bei der ASP-Variante empfängt zunächst der Expurgate-Server die eingehende Post. Dies erfordert lediglich eine Anpassung des MX-Records (Eintrag für den Mail-Exchange-Rechner) beim DNS-Server. Die sortierten Nachrichten werden dann an den Mailserver im Unternehmen weitergeleitet. Wer die Mails lieber innerhalb des eigenen Netzwerks sortiert haben möchte, greift auf die Inhouse-Lösung zurück: Ein Plug-in für die gängigsten Mailserver-Programme unter Windows, Linux und Solaris extrahiert dort die wichtigsten Merkmale aus den Mails und berechnet einen Prüfschlüssel. Diese Daten, nicht die eigentlichen Mail-Inhalte, schickt das Plug-in SSL-verschlüsselt an den Expurgate-Server zur Prüfung.

Zur Arbeitsweise: Expurgate berechnet für jede Mail eine Kontrollsumme und prüft, ob gleiche oder ähnliche Sendungen bereits woanders aufgetaucht sind. Nach dem Abflauen einer Spam-Welle verschwinden die entsprechenden Einträge wieder aus der Datenbank: Bei einem Testlauf mit über zwei Wochen alten Werbeschreiben wird daher nur noch knapp ein Drittel erkannt. Ein Blick auf die neu eintreffende Werbeflut des Test-Accounts hingegen zeigt ein äußerst positives Bild: Von 74 Nachrichten werden nur zwei falsch eingestuft, alle sauberen E-Mails kommen als solche durch.

Je nach Vertragslaufzeit kostet eine Monatslizenz für 10 Adressen ab 21 Euro, inklusive Virenscan ab 36 Euro. Im praxisnahen Betrieb erweist sich Expurgate als ausgereifter Dienst gegen Spam und Viren, der weder Investitionen in eigene Hardware noch aufwändige Systempflege erfordert.


Testergebnis

Anti-Spam-Dienst: Eleven Expurgate

Anbieter: Eleven
Produktname: Expurgate

Internet: Eleven Homepage
Preis: bei 10 E-Mail-Adressen: Spam-Filter ab 21 Euro pro Monat, Virenscan ab 15 Euro Aufpreis (Aktuelle Software im testticker.de-Softwareshop)

Das ist neu
– Spam-Prüfung von Attachments
– erweiterte Filterkategorien für bessere Sortierung

Pro & Contra
+ nach einmaliger Einrichtung kein Administrationsaufwand mehr erforderlich
+ gute Spam-Erkennung und Kategorisierung von Newslettern sowie gefährlichen E-Mails

Gesamtwertung: gut
Leistung (50%): gut
Ausstattung (30%): gut
Bedienung (20%): sehr gut