Microsoft verliert Prozess um Excel-Patent und muss zahlen

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Ein US-Gericht hat Microsoft zur Zahlung von Schadenersatz an Carlos Armando Armado verdonnert. Armado hatte den Software-Giganten verklagt, da dieser angeblich seit 1992 ein von ihm patentiertes Programm in seine Produkte eingebaut hatte, ohne dafür zu zahlen.

Microsoft muss im Rechtsstreit um ein Excel-Patent aus dem Jahr 1990 (wir berichteten) in den sauren Apfel beißen und Schadensersatz zahlen. Der Kläger Carlos Armando Armado, ein Software-Entwickler aus Guatemala, beschuldigte den Redmonder Konzern, ein von ihm entwickeltes und patentiertes Programm in Access-Produkten von 1995 bis 2002 verwendet zu haben. Es dient dem Export von Tabellendaten aus Excel in Access-Datenbanken.

Ursprünglich wollte Armado die horrende Summe von 500 Millionen Dollar erstreiten. Das entspricht 2 Dollar für jedes verkaufte Produkt mit seiner Technologie. Mit der Verletzung von geistigem Eigentum akzeptierte die Jury jedoch nur einen von insgesamt 10 Anklagepunkten Armados.

Aus diesem Grund wurde dem Mann aus Guatemala nur ein Bruchteil der Forderung zugesprochen. Microsoft muss demnach rund 9 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. In Redmond zeigte man sich zwar enttäuscht über den Schuldspruch, war aber dennoch froh, dass die deutlich höheren Forderungen Armados abgelehnt wurden. (ah)

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