H+H Software Pro Guard
Lizenz- und Programmwächter

NetzwerkeSoftware

H+H Software präsentiert mit Pro Guard eine effiziente und vielfältig einsetzbare Lizenz- und Applikations-überwachung. Der Funktionsumfang ist enorm. Ob auch die Performance überzeugt, verrät der Testbericht.

Testbericht

H+H Software Pro Guard

Die Software zur Lizenz- und Applikationskontrolle ermöglicht es dem Administrator festzustellen, ob Anwendungen korrekt lizenziert sind. Der Aufwand bleibt dabei überschaubar. Weiterhin kann der Admin die Ausführung von Dateien jeder Art überwachen und bei Bedarf blocken. Pro Guard bietet in der Applikationskontrolle eine feinere Abstufung der Rechte und ist darüber hinaus einfacher zu administrieren als die herkömmlichen Windows-Gruppenrichtlinien.


Zentrale Client-Verwaltung

H+H Software Pro Guard

Auf einem zentralen Server verwaltet der Pro Guard Master die Berechtigungen aller Client-Workstations im LAN. Auf den Workstations läuft der Pro Guard Agent, der ähnlich einem Virenwächter bei jedem Programmstart aktiv wird. Der Agent meldet je nach Einstellung Dateiname, Pfad, Dateigröße und einige weitere Parameter an den Master.

Anhand seiner Datenbank entscheidet der Master, ob das Programm starten darf und meldet das Ergebnis an den Agenten zurück. Sogar dann, wenn der Client vom Netzwerk getrennt ist, funktioniert dieser Zugriffsschutz noch. Eine verschlüsselte Kopie der Zugriffsdatenbank liegt auf jedem Client und wird beim Anmeldevorgang mit dem Server abgeglichen. Auf diese lokal gespeicherten Informationen greift der Client dann zurück, wenn keine Netzwerkverbindung zur Verfügung steht.

Nachteilig ist, dass Pro Guard keine Prüfsummen zur Identifikation der Anwendungen verwendet. So könnte ein manipuliertes Programm unter Umständen trotz Kontrolle durch Pro Guard gestartet werden.


Unerwünschte Programme blocken

H+H Software Pro Guard

Die Kriterien für einen Programmstart gliedern sich in zwei
Hauptbereiche: Zugriffskontrolle und Lizenzmanagement. Die Zugriffskontrolle legt fest, wer welche Programme wann starten darf. Dabei gibt es zwei verschiedene Modi. Über die Positivliste dürfen auf den Clients ausschließlich erlaubte Anwendungen gestartet werden, alle anderen Anwendungen sind gesperrt.

Bei Verwendung der Negativliste müssen unerwünschte Programme explizit gesperrt werden, alle anderen Anwendungen sind freigeschaltet. Die Lizenzüberwachung kontrolliert die im Netzwerk verwendeten Lizenzen. Möchten mehr Anwender ein Programm nutzen, als Lizenzen vorhanden sind, kann Pro Guard den Programmstart verhindern, bis wieder eine Lizenz frei geworden ist. Es ist jedoch auch möglich, die Lizenzverwendung lediglich zu protokollieren.

Lizenzen lassen sich entweder für alle oder nur einzelne Workstations limitieren. Bei einer Überschreitung wird der Administrator oder ein Bevollmächtigter benachrichtigt. Außerdem kann die Lizenz wahlweise für bestimmte Benutzer und Benutzergruppen oder jeden Benutzer gelten.


Remote-Installation der Clients

H+H Software Pro Guard

Der Administrator muss zunächst festlegen, welche Anwendungen überwacht werden sollen. Im Test erweist es sich als sinnvoll, mehrere Anwendungen zu Paketen zusammenzufassen. Das erleichtert die Verwaltung erheblich. Jede Anwendung und jedes Paket hat individuelle Rechte für Zugriff und Lizenzen. Daneben gibt es globale Rechte, die als Default-Wert für alle Nutzer gelten. Rechte lassen sich für einzelne Benutzerkonten, Benutzergruppen, Workstations, IP-Adressbereiche, Zeitintervalle und Datei-Eigentümer auf NTFS-Laufwerken vergeben. In der Grundkonfiguration zeigt sich die Verwaltung zunächst übersichtlich.

Werden alle Konfigurationsmöglichkeiten ausgenutzt, können sich komplexe Rechtestrukturen ergeben. Das geht zwangsläufig zu Lasten der Übersichtlichkeit. Überhaupt: Wegen des umfangreichen Funktionsumfangs erfordert die Einarbeitung in H+H Pro Guard einiges an Zeit. Kleiner Trost: Das übersichtlich gegliederte Handbuch hilft gut über die ersten Hürden.


Passiver Überprüfungsmodus

H+H Software Pro Guard

Agenten lassen sich auf Clients, die einer Windows-Domäne angehören, automatisch ferninstallieren. Die Remote-Installation ist komfortabel für alle Clients gleichzeitig durchzuführen. Alternativ kann man das Setup auch aus einer Netzwerkfreigabe oder von einem Datenträger starten. Bei der Installation ist zu beachten, dass der Pro Guard Master eine Maschine mit fester IP-Adresse sein sollte. Es empfiehlt sich, auf dem Master keine Agenten zu installieren.

Praktisch ist der passive Überprüfungsmodus des Programms: Pro Guard überwacht damit die Clients anhand der aktuellen Konfiguration, protokolliert aber lediglich die Ergebnisse. Nur im aktiven Modus greifen die Restriktionen tatsächlich. So lassen sich neue Einstellungen gefahrlos austesten, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Der Passivmodus lässt sich wahlweise global für alle Clients oder nur für einzelne PCs, Benutzer oder auch Anwendungen aktivieren.

Für den Preis von 199 Euro bekommt man mit Pro Guard eine effiziente und vielfältig einsetzbare Lizenz- und Applikationsüberwachung.


Testergebnis

H+H Software Pro Guard

Anbieter: H+H Software
Produktname: Pro Guard

Internet: H+H Software Homepage
Preis: 199 Euro (zehn Benutzer) (Aktuelle Software im testticker.de-Softwareshop)

Systemvoraussetzungen
Server-Komponenten: Windows NT 4 Server und Terminal Server, 2000 Server, 2003, Citrix Metaframe
Client-Komponenten: Windows NT 4, 2000, XP Pro, 2003

Das ist neu
– Lizenzmanagement user- und gruppenabhängig
– Funktion auch ohne Netzwerkverbindung
– Positiv- und Negativliste

Pro & Contra
+ großer Funktionsumfang
+ detaillierte Konfiguration
– keine Prüfsummen für Anwendungen

Gesamtwertung: gut
Management (50%): gut
Ausstattung (40%): sehr gut
Service (10%): gut

Autor: natalie
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