Kuriose Forderung: Hunde mit RFID-Chips kennzeichnen

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Die Union will den Schmuggel von Straßenhunden stoppen – und setzt dabei auf die Technik, die sie zuvor kritisierte. Chip statt Steuernummer-Halsband?

Die Unionsfraktion möchte eine europaweite Kennzeichnung von Hunden mit RFID-Chips. Tierschützer sollten dabei aber nicht wegen der Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte von Hunden Krawall machen: Der Vorschlaq kommt von einem Tierschutzexperten. Peter Bleser von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion forderte heute “die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für eine fälschungssichere Kennzeichnung von Hunden und deren gleichzeitige Registrierung einzusetzen. Zur Kennzeichnung wären Mikrochips eine Möglichkeit, wie sie ohnehin für die Kennzeichnung gefährlicher Hunde schon seit längerem diskutiert werden”, sagte er.

Anlass ist das illegale Geschäft mit osteuropäischen Hunden, die nach Deutschland geschmuggelt werden. Die Straßenköter werden in Polen, Rumänien und Ungarn gefangen und in Deutschland als hier aufgezogene Tiere verkauft. Diesem Treiben müsse so rasch wie möglich Einhalt geboten werden.

Kritiker machen sich einen Spaß und meinen, RFID-Chips müssten dann auch für die Prostituierten eingeführt werden, die dem deutschen Personal die Plätze streitig machen. Aber halt, die zahlen doch sowieso keine Steuern! (mk)

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