Keine Alternative zu Navigationssystemen: Taugen Online-Routenplaner nichts?

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Wer Routen per Internet plant, plant vielleicht daneben. Ein großer Vergleichstest verschiedener Lösungen zeigt: Routenplaner-Software ist oft besser.

Online-Routenplaner aus dem Internet eignen sich nur für die gelegentliche Planung einer Reiseroute. Wer öfter beruflich oder privat mit dem Auto unterwegs ist, sollte über eine eigene Software für sein Notebook, das Handy oder den PDA nachdenken, schreibt PC Professionell (Heft 07/2005) nach einem umfangreichen Test von zehn verschiedenen Anbietern. Der Hintergrund: Online-Routenplaner lassen die technischen Möglichkeiten des Internets großteils ungenutzt, aktuelle Stauwarnungen mit Vorschlägen für Alternativrouten sucht man vergebens. Zudem stecken die Fehler oftmals im Detail: Der Zielort Frankfurt kann weder Frankfurt/Main noch Frankfurt/Oder sein, sondern eine kleine gleichnamige Gemeinde zwischen Nürnberg und Würzburg. Wintersperren von Passstrassen werden gelegentlich ebenso wie Einbahnstraßen ignoriert.

Neben kostenlosen fanden sich auch einige dubiose Angebote: So verlangte die Dialer-Seite landkarte.de zumTestzeitpunkt stolze 29,95 Euro pro Abfrage – das sind nur fünf Cent unter dem maximal erlaubten Höchstbetrag von 30 Euro pro Einwahl. Positiv vermerkten die Tester, dass einige Anbieter mit zusätzlichen Features glänzten. So genügt die schlichte Angabe von »Holstentor« und »Neuschwanstein« für die Planung einer Reise von Lübeck zu König Ludwigs Märchenschloss. Sogar für die Strecke vom Pariser »Eiffelturm« zum»Kolosseum« in Rom sind keine weiteren Angaben nötig.

Testsieger wurde Via Michelin, das Angebot überzeugte mit vielen Auswahlmöglichkeiten, hervorragender Kenntnis auch kleinerer Ortschaften und sehr gutem Kartenmaterial. Zudem sei der Dienst einfach zu bedienen und biete nützliche Features wie die Anzeige von Maut- und Benzinkosten. (rp/mk)

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