Nero-Player ausprobiert
DVDs mit Komfort abspielen

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Die DVD-Abspielsoftware, die im Softwarepaket von Nero 6 enthalten ist, greift mit UPnP auch auf Quellen aus dem LAN zu.

Einfache Bedienung

Nero-Player ausprobiert

Brennen war für Nero stets das Wichtigste. Doch ins Programmpaket Nero 6 Reloaded hat Ahead nun rund um diese eigentliche Kernaufgabe noch eine Menge weiterer Fähigkeiten gruppiert, unter anderem auch einen Software-DVD-Player mit Mehrkanalton: Showtime.
Die auf Anhieb ersichtlichen Vorteile der Abspielsoftware liegen in der einfachen Bedienung und in der Tatsache, dass sie eine Menge unterschiedlichster Bild- und Tonformate unterstützt. So beherrscht Showtime die Wiedergabe der Diskformate VCD, S-VCD, DVD und Audio-CD, die Videoformate AVI, WMV, MPEG 1, MPEG 2, Nero Digital (MPEG 4), den neuen Standard H.264/AVC für hochauflösendes digitales Fernsehen, ferner die Bildformate BMP, GIF und JPG sowie noch die Audioformate MID, WAV, MP3 und MP3 Pro.

Tipp: Eine kostenlose Alternative zum Nero UPnP-Server ist Windows Media Connect von Microsoft. Den Download gibts über die Windows-Update Website.


DVDs und Videoformate

Nero-Player ausprobiert

Seine Stärken spielt der Player bei der Wiedergabe von DVDs und der diversen Videoformate aus. Egal, was die DVD kann Showtime spielt mit: Alle gängigen Eigenschaften wie Mehrkanalton (Ausgabe auch über den Digitalausgang des PCs), Menüsteuerung und verschiedene Betrachtungswinkel werden unterstützt. Eine Autoresume-Funktion merkt sich überdies die aktuelle Wiedergabestelle. Falls der Betrachter einen Film unterbrechen muss, kann er so, wenn er die DVD das nächste Mal einlegt, sofort an der richtigen Stelle fortfahren.
Sämtliche wichtigen Funktionen sind zusätzlich zur Steuerung über das Bedienfeld auch per Tastenkürzel erreichbar. Interessant für Cineasten: Ein frei definierbarer Zoombereich lässt die stufenlose Vergrößerung eines Bildausschnittes zu. Die integrierte Schnappschussfunktion kopiert Standbilder in die Zwischenablage oder speichert sie als BMP-Datei für den weiteren Gebrauch auf der Platte.

Tipp: Für Streaming in DVD-Qualität per WLAN ist mindestens der Standard 802.11g mit 54 MBit/s notwendig. 802.11b mit 11 MBit/s ist zu langsam.


Beste Auflösung ab 2 GHz

Nero-Player ausprobiert

Auf schnellen Maschinen funktioniert bereits die Wiedergabe von hochauflösendem Video im kommenden Standard H.264/AVC für Digitalfernsehen. Grundsätzlich ist ab der 2-GHz-Klasse die Wiedergabe in der mittleren Auflösung von 1280 x 720 Pixeln problemlos möglich (diese Werte unterstützen beispielsweise die meisten LCD-Fernseher). Zur Wiedergabe in der höchsten Auflösung von 1920 x 1072 Bildpunkten ist neben einer entsprechenden Grafikkarte mit dazu passendem Monitor allerdings auch ein Prozessor mit mindestens 3 GHz Voraussetzung.

Musik verzichtet auf Tag-Infos
Beim Umgang mit Musik zeigt Showtime dagegen noch Schwächen. Zwar werden die wichtigsten Formate unterstützt, doch lässt der Bedienkomfort zu wünschen übrig. So werden beispielsweise bei der Auswahl von MP3-Dateien zwar die Titelinformationen anhand der ID3-Tags angezeigt, das Display der Steuerungskonsole nennt jedoch nur eine Titelnummer.
Die Wiedergabeliste hingegen kennt zwar den Dateinamen, führt aber beim Abspielen über einen UPnP-Server ebenfalls nur zu einem unbefriedigenden Ergenis. Der Dateiname wird für den Stream nur temporär generiert und enthält keine Infos aus den Tags. Bei Namen wie etwa 97785.mp3 lässt sich nur schwer erraten, um welches Stück es sich dabei handelt.


Diashows nur manuell

Nero-Player ausprobiert

Wer seine Fotos mit Nero Showtime präsentieren möchte, der muss merkwürdigerweise auf eine Komfortfunktion verzichten: Bei Diashows muss sich der Betrachter nämlich im Handbetrieb von einem Bild zum nächsten hangeln. Ein Autoplay mit einstellbaren Intervallen ist nicht möglich. Diesen Job kann der XP-eigene Bildbetrachter besser.

UPnP funktioniert im lokalen Netzwerk
Als einer der ersten Softwareplayer unterstützt Showtime bereits die Wiedergabe von Mediendateien über UPnP (siehe PC Direkt 02/2005, Seite 62 bis 65). Damit ist es möglich, Dateien im Netzwerk zu finden und abzuspielen, ohne dass entsprechende Freigaben oder Speicherorte bekannt sein müssten. Zudem ist die Auswahl anhand der Datenbankfunktion einer UPnP-Server-Anwendung wesentlich bequemer, als wenn nur der Dateinamen angezeigt wird. Der Inhalt der Datenbank wird von der jeweiligen Anwendung aus Tags und Metadaten gewonnen.
Nero liefert mit Mediahome bereits den passenden Server mit. Der ist aber kein Muss: Showtime kann Daten auch von UPnP-Servern anderer Hersteller abrufen.


Mediendaten im Netzwerk suchen

Nero-Player ausprobiert

UPnP-Server als Quelle auswählen
Um mit Nero Showtime Dateien über UPnP wiederzugeben, wählen Sie das Symbol für Quelle auswählen oder drücken die Tastenkombination [Strg O]. Im darauf folgenden Dateiauswahlfenster sehen Sie unter Mediahome Network nun alle im lokalen Netzwerk gefundenen UPnP-Server.

Dateien zur Wiedergabe markieren
Öffnen Sie die Liste der vorhandenen Freigaben durch Doppelklick auf den gewünschten Server. Nun können Sie beispielsweise den Ordner Musik öffnen und sich unter der Kategorie Album den Inhalt der vorhandenen MP3-Alben anzeigen lassen.
Um die Musikstücke wiederzugeben, markieren Sie diese nun im rechten Fenster und ziehen sie in das darunter liegende Fenster mit der Wiedergabeliste. Alternativ dazu können Sie auch auf Hinzufügen klicken. Fügen Sie auf diese Art alle Mediendateien, die Sie abspielen möchten, hinzu, und beenden Sie den Vorgang, indem Sie das Fenster mit OK schließen.
Der Showtime-Player startet danach die Wiedergabe automatisch mit der Datei, die als erste hinzugefügt wurde.

Playlisten speichern und laden
Wenn Sie vor dem Schließen des Auswahlfensters durch Klick auf OK die Schaltfläche Liste speichern wählen, können Sie die Wiedergabeliste auch unter einem von Ihnen einzugebenden Namen sichern. Mit der Schaltfläche Liste laden rufen Sie dagegen bereits zuvor gespeicherte Playlisten auf.