Vergleichstest: Imaging-Programme
Image-Wechsel

Sicherheit

Raid-Controller, Serial-ATA-Schnittstellen und Backups ohne Systemneustart sind die neuesten Herausforderungen für Imaging-Software. Doch erfüllen sie diese Anforderungen? Fünf Imaging-Progarmme im Test.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Imaging-Programme

Acronis True Image 8.0
Symantec Ghost 9.0
SAD Simontools Partition Backup 2004
Tom Ehlert Drive Snapshot 1.3
Paragon Exact Image 7.0


Testsieger Acronis True Image 8

Vergleichstest: Imaging-Programme

Festplatten-Imager haben nur zwei Aufgaben: Exakte Kopien von Partitionen oder ganzen Festplatten anfertigen und diese Sicherungen im Fehlerfall zurückspielen. Der Grund: Bei einem Systemcrash oder nach einer Vireninfektion ist das System mit einem Image schnell wieder in Betrieb.

Die größte Herausforderung für Imaging-Programme ist die Innovations-Geschwindigkeit der Hardware, die PCs mit immer neuen Funktionen ausstattet. So müssen die Programme ständig neue Standards unterstützen. Serial ATA und Raid gehören bei Mainboards heute zum Standard, ebenso Firewire, USB 2.0 und die diversen DVD-Formate.

Im Test zeigen fünf Programme ihr Können: Acronis True Image 8, Paragon Exact Image 7.0, SAD Simontools Partition Backup 2004, Symantec Norton Ghost 9 und Drive Snapshot 1.3 von Tom Ehlert. Paragon konnte Drive Backup 7 nicht mehr rechtzeitig für den Test fertig stellen, Version 6 hat PC Professionell bereits im letzten Vergleichstest unter die Lupe genommen. Mit Exact Image 7 bringt Paragon ein einsteigerfreundliches Imaging-Tool auf den Markt. Leider wurde die für Anfang April angekündigte Fertigstellung nicht eingehalten, PCpro hat deswegen eine Vorabversion außer Konkurrenz (ohne Wertung) im Labor untersucht.

Mit dem besten Gesamteindruck absolviert True Image den Testparcours im PCpro-Labor. Das Programm ist schnell, einfach zu bedienen und bietet hervorragende Hardware-Unterstützung. Besonders gut: Die Notfall-CD bringt die umfangreichsten Funktionen aller Testkandidaten. Dahinter landet Ghost auf Platz zwei. Ausschlaggebend hier: Das Windows-basierte Rettungssystem, mit dem so gut wie jeder Controller funktionieren sollte. Drive Snapshot und Partition Backup landen auf den Plätzen drei und vier. Doch auch sie sind durchaus empfehlenswert, denn wer auf schnelle Backups Wert legt und nicht unbedingt eine perfekte grafische Oberfläche braucht, ist hier richtig. Einziger Nachteil: Beide Programme zeigten im Test Probleme mit der Image-Erstellung von Festplatten, die über USB 2.0 und Firewire angeschlossen sind.


Acronis True Image 8

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Der Testsieger überzeugt durch gute Leistungen in allen Bereichen. Das schlanke Programm erstellt in der Windows-Version schnell und unkompliziert Images. Besonders gefallen die guten Notfall-Eigenschaften mit der einfachen Netzwerkanbindung und dem NTFS-Support. Im Test hatte True Image weder mit Raid noch mit Serial ATA oder USB-2.0- und Firewire-Ports Schwierigkeiten.


Zwei Testsysteme

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Für den Aufbau des Testparcours hat PC Professionell zwei unterschiedliche Systeme vorkonfiguriert und diese mit zusätzlichen Controllern ausgestattet.

Testsystem 1: Ein Rechner mit Standard-IDE-Festplatte, die mehrere Partitionen beherbergt, unter anderem eine 5 GByte große Systempartition, 20 GByte für Programme und eine 13,7 GByte große Partition für Office-Daten. Die restlichen rund 80 GByte dienen als Backup-Laufwerk, außerdem ist ein Multiformat-DVD-Brenner für Sicherungen integriert. Die NTFS-Systempartition ist fast komplett genutzt, nur 300 MByte sind noch frei. In der Praxis werden Anwender in dieser Situation schnell noch ein Backup machen wollen, bevor sie die Partition vergrößern.

Da die 5 GByte im Vergleich zu den heute üblichen Festplattengrößen nicht ins Gewicht fallen, sichert PCpro die Systempartition ohne Kompression, die Datenpartition aber mit maximaler Komprimierung auf die Backup-Festplatte. Dabei spielen die gemessene Zeit und der verbrauchte Speicherplatz eine für die Leistungswertung wichtige Rolle. Die Images werden für weitere Benchmark-Ergebnisse wieder zurückgespielt. Außerdem wichtig: Wie lange brauchen die Programme, um einzelne Verzeichnisse aus dem Image zu restaurieren, und wie schnell klappt das Zurückspielen der Daten von einer DVD.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: Imaging-Programme