8 Festplattengehäuse mit Extras
Speichern übers Netzwerk

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Wo Speicher fehlt, der mehr können soll, sind ausgelagerte Festplatten die Lösung. Mit diesen externen Speichern lassen sich Musik- und Videoarchive bequem verwalten.

Filme brauchen Platz

8 Festplattengehäuse mit Extras

Bilder und Filme brauchen enorm viel Platz auf dem Rechner. Dafür reicht die Festplatte oft schon bald nicht mehr aus, besonders wenn sie etwas älter ist. Dummerweise fehlt gerade bei Notebooks oder Mini-PCs aber der Platz für eine zweite Harddisk. Gerade in solchen Fällen ist es sinnvoll, eine externe Platte einzubauen. Die funktioniert unabhängig vom PC und bietet oft sogar noch eine Reihe von praktischen Zusatzfunktionen.
Grundsätzlich unterscheiden sich die externen Geräte erst einmal durch ihre physikalische Größe von 2,5 oder 3,5 Zoll. Auch noch kleinere Geräte, so genannte Microdrives, sind erhältlich. Sie bieten allerdings weit weniger Speicher, sind ziemlich teuer und spielen deshalb nur eine untergeordnete Rolle bei der Speichererweiterung.
Am weitesten verbreitet sind Geräte ohne irgendwelche Zusatzfunktionen. Diese Modelle bieten Speicherplatz pur. Die Gehäuse für die 2,5- und 3,5-Zoll-Platten gibt es entweder mit Firewire- oder USB-2.0-Anschluss. Ansonsten unterscheiden sie sich nur im Aussehen und im Material. Wichtig ist eine ausreichende Lüftung. Wer nur wenig Platz braucht, kann sich auch einen Flash-MP3-Player als Datenspeicher überlegen.

Bild: Jobo Giga X


Standalone-Mediaplayer

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Wirklich interessant sind aber diejenigen Gehäuse, die auch unabhängig vom Rechner auskommen können. Dazu gehören auch die MP3-Player mit integrierter Festplatte. Sie bieten stundenlang Musikgenuss und Platz für jede Menge Daten. Da die Geräte aber primär zur Musikwiedergabe gedacht sind, gehören sie eigentlich nicht zu den externen Festplatten.

Mediadrives arbeiten eigenständig
Die Festplattengehäuse von Freecom und Modix eigenen sich ohne weiteres als Standalone-Mediaplayer. Neben dem üblichen USB-Anschluss zur Datenübertragung an den Computer haben diese Gehäuse zusätzlich einen S-Video- und einen Audio-Ausgang zum Anschluss an ein Fernseherät. So kommen aus diesen Geräten Filme, Fotos, Präsentationen und Musik zum Fernseher ganz einfach und ganz ohne PC. Ein kurzer Blick aufs Display und ein Druck auf die Auswahltaste entscheiden, was als Nächstes gespielt wird.

Bild: Modix HD 3510


Smartdisk mit Client-Software

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Sharkoon wählt die Bauklotz-Methode

Für Anwender, die gleich mehrere externe Festplatten laufen haben, kommt das Rocketpod für 3,5 Zoll von Sharkoon wie gerufen. Die so genannte Stack-and-Play-Technik ermöglicht es nämlich, mehrere Platten desselben Typs aufeinander zu stapeln, ohne dass man weitere Kabel bräuchte. Einfach die erste Platte per USB an den PC anschließen und alle weiteren Rocked-Pod-Platten nur noch auf die erste aufsetzen.

Smartdisk geht ins Netzwerk
Die Office Wireless von Smartdisk wird in Netzwerken als eigenständiges Gerät erkannt und hält ihre Daten für alle Clients parat. Das ist besonders dann interessant, wenn mehr als nur eine Person darauf zugreifen soll.
Die Netzwerk-Festplatte bietet volle Leistung in 10/100-MBit/s-Netzwerken und im kabellosen 54-MBit/s-WLAN. Das Gehäuse enthält neben der eigentlichen Festplatte noch einen Switch für bis zu drei weitere Geräte. So entsteht schnell und unkompliziert ein kleiner, mobiler Datenserver für das eigene LAN zu Hause.
Das Netdisk-Office-Gehäuse bietet ähnliche Vorteile wie das Office Wireless. Die Festplatte geht direkt ans Netzwerk, das sie als eigenständiges Gerät erkennt. So stehen Informationen im Handumdrehen allen zur Verfügung. Die einzigen Unterschiede sind der größere Switch und der Nachteil, dass dieses Modell nicht mit WLAN funktioniert.

Bild: Jobo Giga III


Cardreader integriert

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?Da waren die Augen wohl wieder mal größer als die Sandisk!? Das Problem kennt jeder, der gern fotografiert: Im Urlaub ist die Kapazitätsgrenze der Speicherkarte schnell erreicht, egal ob Fotoapparat oder Kamera. Also noch mehr Reservekarten einpacken?
Da gibt es eine bessere Lösung: die externe Festplatte im Gehäuse mit integriertem Cardreader. Daten auf der Speicherkarte werden einfach per Knopfdruck auf das Drive überspielt, und schon steht der Platz auf der Karte wieder für neue Fotos zur Verfügung. Diese Methode ist nebenbei um ein Vielfaches günstiger als ein Vorrat von Speicherkarten. Der besondere Clou ist dabei die Möglichkeit, dass die Modelle auch ohne Netzstrom arbeiten. Ein optional erhältlicher Akku ermöglicht so auch die Archivierung der Daten fernab von jeder Zivilisation.


Fazit

8 Festplattengehäuse mit Extras

Wenn es auf der alten Festplatte immer enger wird oder überhaupt ein mobiler Speicher her muss, dann ist eine externe Platte oft die beste Lösung.
Musikfreunde und Leute, die gerne daheim Filme ansehen, sollten auf jeden Fall eines der Multimedia-Modelle nehmen. Die kommen ohne PC aus und schicken Bild und Ton direkt dorhin, wo sie gebraucht werden.
Wer viel fotografiert, kann eines der Gehäuse mit Cardreader besser brauchen. Und für Kleinfirmen und LANs eignen sich besonders die beiden netzwerkfähigen Modelle aus dem Hause Smartdisk. Grundsätzlich gilt: Je kompakter eine externe Festplatte ist, desto höher ist der Preis.

Bild: Smartdisk Netdisk Office Wireless