Tauschbörsen in Frankreich weiter entkriminalisiert

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Frankreich geht einen eigenen Weg: Tauschbörsennutzung soll straffrei bleiben, wird als gesellschaftliche Realität betrachtet.

Einflussreiche Personen wie der Richter Dominique Barella, Vorsitzender des Syndicat de la Magistrature, wenden sich zur Zeit offen gegen die Kriminalisierung von Tauschbörsen und Privatkopien.

Man müsse beides als gesellschaftliche Realität ansehen; ein Beharren auf einem Verbot würde Verhältnisse schaffen wie in der US-amerikanischen Alkohol-Prohibition der 1920er Jahre und die organisierte Kriminalität fördern. Kommerzielle Raubkopierer könnten sich angesichts der Prozesswelle gegen Privatpersonen leichter der Verfolgung entziehen.

Statt dessen müssten Jugendliche gegen die Zugriffe der Musikindustrie und ihres Rechtsapparates geschützt werden, forderte Barella in einem Interview mit der Wired. (fe)

Autor: fritz
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