Neue Malware auf Symbian-Geräten
Smartphones weiter im Visier

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Immer mehr Malware hat es auf Mobiltelefone abgesehen: Mit Frontal.a verbreitet sich ein neuer Trojaner auf Symbian-Geräten.

Neuer Schädling

Neue Malware auf Symbian-Geräten

Malware für Mobiltelefone und Smartphones kommt immer mehr in Mode. Fontal.A heißt der neueste Schädling, der sich per Bluetooth, MMS und IRC-Clients (Internet Relay Chat) ausbreitet und von F-Secure entdeckt wurde. Der Virus befällt Geräte, die auf dem Betriebssystem Symbian basieren. Hierzu zählen unter anderem die Nokia-Modelle 6600, 3650, Communicator 9210 und N-Gage sowie Sony Ericssons P800/900-Modelle.

Fontal.A muss wie auch frühere Handy-Viren vom Benutzer aktiv installiert werden. Hierzu nutzt Fontal.A die Neugier vieler Anwender aus: Der MMS-Dateianhang »Kill Saddam By OID500.sis« lockt mit Neuigkeiten über Saddam Hussein. Mit dem gleichen Trick hatten kürzlich auch PC-Virenprogrammierer nach Opfern gesucht.

Die Installationsroutine legt eine defekte Schrift auf dem Mobiltelefon ab. Die Folge: Der Dateimanager wird deaktiviert und die Neuinstallation von Software blockiert. Zwar funktioniert das Handy dann noch, doch nur bis zum nächsten Neustart. Erfolgt dieser, wird das Gerät in die ursprünglichen Werkseinstellungen zurück versetzt. Dabei gehen aber alle gespeicherten Daten und persönlichen Einstellungen verloren. Ein Reboot darf also unter keinen Umständen vorgenommen werden. Für die Entfernung von Fontal rät F-Secure zum Einsatz seiner kostenlosen Software Mobile Anti-Virus.

Cabirs Erben

Auch Commwarrior.A, ein Nachfolger des ersten Handy-Schädlings Cabir, tauchte im April auf: Die Malware verbreitet sich über MMS-Nachrichten und Bluetooth ebenfalls auf Symbian-Geräten. Befallene Handys suchen permanent via Bluetooth nach neuen Opfern, gewollte Bluetooth-Verbindungen etwa zum Headset werden stattdessen blockiert. Comwarrior liest auch das Adressbuch aus und versendet sich per MMS an alle Adressaten. Auch hier hilft die Antivirus-Software von F-Secure.

Eingehende MMS sollten Handy-Nutzer also vor dem Öffnen genau prüfen. Speziell bei englischsprachigen Nachrichten empfiehlt es sich, diese besser zu löschen.