Praxis: PDF-Konverter, Teil III
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Wer nur hin und wieder ein PDF erstellt, greift am besten zu kostenlosen PDF-Tools. Hier ein Überblick.

PDF-Freeware

Praxis: PDF-Konverter, Teil III

Für Anwender, die nur gelegentlich ein PDF erstellen oder konvertieren und kein Geld für Software ausgeben wollen, gibt es eine Reihe kostenloser PDF-Tools, die gute Konvertierungsergebnisse erzielen. Allerdings sind diese nicht in der Lage, Postscript-Dateien nach PDF umzuwandeln oder eine Stapelumwandlung zu starten.


PDF995 Suite

Praxis: PDF-Konverter, Teil III

Sehr gut ist die Freeware PDF995 Suite. Diese setzt sich aus drei Anwendungen zusammen. Neben einem PDF-Konverter enthält sie Werkzeuge, um einzelne Seiten oder Textpassagen aus PDF-Dateien zu extrahieren, zu signieren oder zu verschlüsseln. Um ein PDF-Dokument mit Hyperlinks oder Bookmarks zu versehen, muss lediglich der entsprechende Tabulator Link oder Bookmark in dem integrierten Modul PDF Edit ausgewählt und die gewünschte URL eingetragen und der Bookmarktitel via Add Bookmark angegeben werden. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, einen Batchprint zu starten. Im Test funktioniert das einwandfrei.

Falls Sie Ihre PDFs im Internet veröffentlichen wollen, optimieren Sie diese für eine schnelle Webanzeige ebenfalls mit PDF Edit über Web View. Damit ist gewährleistet, dass bereits beim Übertragen eines längeren PDF-Dokuments im Internet die ersten Seiten nach und nach aufgebaut werden können. Üblicherweise sind alle Objekte am Anfang einer PDF-Datei angeordnet, die Tabelle für den Seitenaufbau folgt zum Schluss. Diese Reihenfolge wird umgestellt, so dass mit dem Seitenaufbau noch während des Herunterladens begonnen werden kann.

Einziger Nachteil der Freeware: Jedes Mal, wenn Sie ein PDF erzeugen, zeigt der Webbrowser eine Werbung an. Für rund 10 Dollar können Sie aber einen Lizenzkey downloaden und PDF995 werbefrei schalten.


Win PDF 1.0 schneller Konverter

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Wie andere PDF-Konverter installiert sich auch Win PDF 1.0 als virtueller Drucker. Mit diesem durchweg überzeugenden Tool wandeln Sie jedes beliebige Dokument gratis ins PDF-Format, inklusive Hyperlink-Erkennung und Schrifteneinbettung. Hierfür müssen Sie nur aus der jeweiligen Anwendung heraus Datei/Drucken und dann den Treiber Easy PDF Creator wählen. Win PDF unterstützt eine Druckauflösung von 2540 x 2540 dpi und verschlüsselt PDFs per Passwort mit 48 und 128 Bit. Damit erfüllt das Tool höhere Sicherheitsanforderungen und eignet sich für den Einsatz im Business-Umfeld. Allerdings müssen Sie das Tool dann für 129 Euro kaufen, Freeware ist es nur für den Privatgebrauch.

Bevor Sie den Druck starten, haben Sie sogar die Möglichkeit, die Papiergröße individuell festzulegen. Für diese Option müssen Sie im Druckdialog lediglich auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken. Falls Sie das Dokument einem Kunden zeigen wollen, aber nicht sicher sind, dass er die verwendeten Fonts installiert hat, binden Sie diese über den Karteireiter Fonts Embedding ein. Allerdings unterstützt Win PDF derzeit nur PDF Version 1.3 und 1.4, das sich mit Adobe Reader 5.0 und 6.0 öffnen lässt, nicht jedoch die aktuelle PDF-Version 1.6 (Adobe Acrobat 7 sowie Reader 7). Bei der Format-Aktualität hinken alle PDF-Tools allerdings zwangsläufig hinter der Adobe-Entwicklung her.


PDF4Free 2.0

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Auch mit PDF4Free 2.0 können Sie aus jeder Anwendung heraus ein PDF erstellen sogar bei einer maximalen Auflösung von 2540 dpi. PDF4Free 2.0 arbeitet auch mit Office 2003 einwandfrei zusammen. Einziges Manko: Auf jeder Dokumentenseite wird der Produktname verewigt.


Ghostscript nur mit GS View

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Werbefrei und ebenfalls kostenlos ist der PDF-Konverter Ghostscript. Da er jedoch nur Postscript-Dateien als Quelle akzeptiert, ist zusätzlich ein Postscript-Druckertreiber zu installieren, wie er bei Windows 2000/XP standardmäßig mitgeliefert wird. Windows-98-User laden sich die aktuellste Version des Postscript-Treibers unter www.adobe.de herunter. Der als Postscript-Datei gespeicherte Ausdruck einer beliebigen Applikation wird von Ghostscript in PDF umgewandelt. Sie müssen daher das umzuwandelnde Dokument aus der Quellapplikation über den Postscript-Treiber in eine Datei drucken. Diese wird anschließend mit Ghostscript in das PDF konvertiert.

Da das Tool per Kommandozeile gesteuert wird, sollten Sie die grafische Oberfläche GS View installieren. Erst mit GS View lässt sich Ghostscript komfortabel handhaben. Dabei dienen die beiden Tools zugleich als Viewer für Postscript- und PDF-Dateien und erlauben Manipulationen wie das Herausziehen einzelner Seiten aus einem Dokument oder das Umwandeln in ein Bitmap.

Tipp: GS View fragt beim ersten Start immer nach, ob es zum Start von Dateien per Doppelklick mit den Endungen PS, EPS und PDF registriert werden soll. Geben Sie PDF nur an, wenn Sie nicht mit Acrobat Reader arbeiten. Falls Sie Ghostscript nicht in dem vorgeschlagenen Verzeichnis installiert haben, müssen Sie nach dem ersten Aufruf von GS View unter Optionen/Konfiguriere Ghostscript den Pfadnamen der Ghostscript-DLL, den Suchpfad und eventuelle Aufrufoptionen einstellen.


PDFs zusammenfassen

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Wenn Sie Unterlagen aus unterschiedlichen Quellen weitergeben oder geordnet speichern wollen, ist es sinnvoll, alle zusammengehörenden Dokumente in einer einzigen PDF-Datei zusammenzufassen. Manchmal müssen Sie eine einzelne Seite aus einer großen PDF-Datei herausnehmen. Dieses Zusammenfügen und Splitten beherrscht neben dem bereits erwähnten PDF Edit auch das Tool Free PDF XP. Es setzt auf Ghostscript auf, um mehrere PDF- oder Postscriptdateien zu einer PDF-Datei zusammenzufügen. Zusätzlich verschlüsselt Free PDF Dateien mit 40 und 128 Bit.