Projektoren im Dauertest
Ersatz-Lampen ab 210 Euro

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Ersatzbirnen für die günstigen Pojektoren sollen bis zu 4000 Stunden halten. Im Testmarathon haben alle das erste Zehntel davon ohne Probleme geschafft.

Keine Ausfälle

Projektoren im Dauertest

Zugegeben, gewundert haben wir uns schon: Sieben Projektoren sollten beweisen, wie lange sie halten und was sie können. Stattdessen gibt unser DVD-Player den Geist auf. Damit die Projektoren nicht ausgehen, versorgen wir sie mit dem aktuellen Medion-Rechner über dessen Scart-Ausgang mit einem Bildsignal. Außerdem spulte ein DVD-Player von Grundig permanent ein- und dieselbe Werbe-DVD im Dauermodus ab, bis zu 20 Stunden am Tag, aber mit mindestens vier einstündigen Pausen. Genau dieser Player meldet nach sechs Wochen Intensiveinsatz: ?No Disc? egal, welches Medium eingelegt ist.
Die Projektoren dagegen schlagen sich wacker. Nach 400 Betriebsstunden zeigen sie noch keine Ermüdungserscheinungen und beweisen damit, dass auch die günstigsten Vertreter aus dem Produktumfeld keine Billigheimer sind. Dass Infocus Screenplay noch die gleiche Helligkeit wie bei Testbeginn präsentiert, ist besonders interessant. Immerhin lüftet er nach dem Ausschalten am Gerät nicht nach. Wer ihn über die Fernbedienung herunterfährt, muss danach trotzdem noch zum Ausschalter greifen, denn sonst läuft der Lüfter permanent leise säuselnd weiter.


Preise für Ersatzlampen

Projektoren im Dauertest

Interessant entwickeln sich auch die Preise der Ersatzlampen. Zumindest in der Einstiegsklasse sind die Zeiten vorbei, in denen ein neuer Leuchtkörper mehr als die Hälfte des Gerätepreises ausgemacht hat. Zugegeben, Summen zwischen 210 (Benq) und 355 Euro (HP) kein Pappenstil. Dafür gibt es laut Hersteller allerdings bis zu 4000 Stunden helles Licht das entspricht über 2500 Spielfilmen. Im Falle des Screenplays fallen die Lampenverschleißkosten mit nicht einmal 13 Cent pro Film also deutlich günstiger aus als ein echter Kinobesuch vorausgesetzt, die Lampe hält (siehe den Kasten unten).
Auch die Gerätepreise fallen rapide. Unsere aktuelle Empfehlung, der Benq PB6110, ist mittlerweile ab 785 Euro im Handel zu haben (Stand: 25. 2. 2005). HPs Beamer ist innerhalb von zwei Monaten sogar 170 Euro günstiger geworden. Infocus rollt den Markt mit einem neuen Produkt von hinten auf: Der X1a steht ab sofort für 666 Euro in den Elektromärkten.


Die Kühlung ist wichtig

Projektoren im Dauertest

In den Projektoren sind Hochdruckmetalldampflampen verbaut. Über die genauen Inhaltsstoffe der Glaskörper und deren Fertigung gibt es kaum Informationen. Schließlich lässt sich mit den Leuchten gutes Geld verdienen und Nachbauten wie bei Druckerpatronen gibt es bislang nicht.
Die angegebene Lebensdauer der Hersteller bezieht sich in der Regel auf die Halbwertzeit: Nach Ablauf dieser Phase ist die Leuchte nur noch halb so hell wie bei Auslieferung.
Um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen, sollte der Filter des Projektors regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden. Auch ist darauf zu achten, dass die Luft ungehindert zirkulieren kann und nicht etwa durch Regalseitenwände behindert wird.
Wichtig ist, dass die Lampe vor einem erneuten Einschaltvorgang ausreichend abkühlen kann. Deswegen sollten Projektoren beim Nachlüften nicht abgeschaltet werden. Geht ein Beamer dennoch ohne Kühlung aus, etwa infolge eines Stromausfalls, muss das Gerät bis zur Abkühlung auf Handwärme ruhig und abgeschaltet stehen bleiben.
Das Austauschen der Leuchte darf nur im kalten und ausgesteckten Zustand des Beamers erfolgen.


Günstiger Beamer

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Einen so günstigen neuen Projektor gab es noch nie. Der Infocus X1a ist seit Mitte März für 666 Euro bei Media Markt und Saturn zu haben. Er schafft laut Hersteller einen Kontrast von 2000:1 bei einer Helligkeit von 1100 Ansi-Lumen. Der Leuchtkörper soll, wie beim Screenplay 4805, etwa 4000 Stunden halten. Eine passende Ersatzlampe gibt es derzeit ab 280 Euro.
Eine Fernbedienung ist ebenso im Lieferumfang enthalten wie Audio- und Videoverbindungskabel. Dass der Einsatz im Privatgebrauch vorgesehen ist, beweist auch der mitgelieferte Scart-Adapter. Mit ihm und einem Videorekorder wird der X1a sofort zum riesigen Fernseher. Eine Deckenhalterung gibt es optional.

Bild: Infocus X1a

Autor: swasi
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