Macrovision patentiert Tauschbörsen und deren Bekämpfung

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Aus der beliebten Serie zweifelhafter Softwarepatente: Macrovision will P2P-Netze patentieren und sabotieren.

Kopierschutzhersteller wie Macrovision haben ihren Kunden in der Musik- Film- und Softwarebranche zwar keine messbaren Umsatzsteigerungen, wohl aber kostentreibende Möglichkeiten zum Ausleben paranoider Fantasien gebracht; Kunden meckern dagegen über nicht-abspielbare CDs.

Jetzt will die Firma mit Sitz im kalifornischen Santa Clara auch die ausebbende Hysterie über angebliche Online-Piraterie in harte Währung verwandeln: im US-Patent 869208 wird die dezentrale Kommunikation über das Internet patentiert, also das Peer-To-Peer-Prinzip, während ein zweites Patent Nr. 803784 beschreibt, mit welchen Methoden die Kommunikation über ein ebensolches P2P-Netz gestört und unterbunden wird.

Abgesehen davon, dass solche Massnahmen mit den Snocap-Plänen der Content-Multis (wir berichteten) kollidiert, zeigen die erwähnten Patente ein weiteres Mal die Gefährlichkeit von Softwarepatenten im Allgemeinen. (fe)

Autor: fritz
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