Braunes Netz: Nazis bauen Internet-Präsenz aus

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Aus dem Verfassungsbericht 2004, den Otto Schily heute in Berlin vorgelegt hat, geht hervor, dass neofaschistischen Inhalten im Netz kein Einhalt geboten werden kann. Im Gegenteil ? Nazis sind im Internet weiter auf dem Vormarsch.

Im heute vorgelegten Verfassungsschutzbericht 2004 für Deutschland zeichnet sich hinsichtlich der Internet-Präsenz neofaschistischer Propaganda eine düstere Entwicklung ab. Offenbar haben sich braune User mittlerweile wie selbstverständlich in sämtlichen unterschlüpfen der neuen Medien breit gemacht.

Die Zahl der von Deutschen betriebenen rechtsextremen Homepages mit zumeist illegalen Bildern, Videos, Texten und Liedern ist im Vergleich zum Vorjahr mit 950 konstant geblieben. Dabei nutzen die Betreiber oftmals Server in den USA um ihre Propaganda anonym zu verbreiten.

Neben den Homepages werden aber auch andere Möglichkeiten des Webs voll ausgeschöpft. So wurden 2004 beispielsweise Tauschbörsen sehr stark genutzt um rechtsextremes Liedgut zu verbreiten. In einer Razzia am 24. März 2004 durchforstete die Polizei die Wohnungen von 342 meist Jugendlichen Kazaa-Nutzern die strafbare Inhalte aus dem rechtsextremen Bereich zum Tausch angeboten hatten. Aber auch rechte Diskussionsforen, mit bisweilen über 100 Mitglieder , haben stark an Beliebtheit zugenommen. (ah)

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