E-Paper belastet die Umwelt

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Elektronische Zeitungen haben zwar enormes ökologisches Potenzial, doch eine Studie behauptet nun: Die Umweltbelastung steigt mit dem E-Paper.

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) hat das Geschäftsmodell “Elektronische Zeitung” in zwei Studien auf seine Umweltverträglichkeit hin untersucht. Das Ergebnis ist überraschend, denn dem E-Paper wird eine zehn- bis vierzigfach höhere Umweltbelastung attestiert als gedruckten Zeitungen. Das liegt vor allem am ernergiehungrigen UMTS-Netz, das für die Datenübertragung herangezogen werden soll. Christian Kamburow, der am IZT den ökobilanziellen Vergleich durchführte, bezeichnet denn auch die “Verbreitung der elektronischen Zeitung über das Mobilfunknetz” als “unvorteilhaft aus ökologischer Sicht”.

Als Alternative zu UMTS schlägt das IZT die Datenübertragung in den digitalen Rundfunknetzen DAB (Digital Audio Broadcasting) und DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) vor, die deutlich weniger Energie benötigen. So ließe sich der niedrige Energieaufwand für die Herstellung und den Gebrauch eines Foliendisplays mit dem sehr niedrigen Energieaufwand der Datenübertragung über die Infrastruktur des digitalen Rundfunks zu verknüpfen. IZT-Projektleiter Siegfried Behrendt: “Die Zeitungen auf elektronischem Papier haben durch ihren vergleichsweise geringen Herstellungsaufwand große ökologische Vorteile, die sie bei der Verbreitung über digitale Rundfunknetze voll ausspielen könnten.” (dd)

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