Vergleichstest: Musikportale
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Günstigere Preise, größeres Musikangebot, bessere Klangqualität – viele Anbieter legaler Musik haben aus ihren Fehlern gelernt. Im Test treten sieben deutschsprachige Musikportale gegeneinander an. Können sie Apples iTunes Music Store das Wasser reichen?

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Musikportale

Apple itunes Music Store
T-Online Musicload
Media Online Media Online Musik
AOL AOL Musik Downloads
Magix Magix Music Shop
OD2/Loudeye MSN Music Shop
Sony Sony Connect


Leben und Sterben der Hitportale

Vergleichstest: Musikportale

Mehr als 300 Millionen Songs hat Apples iTunes Music Store weltweit bisher verkauft. 2004 betrug die Summe aller legalen Musik-Downloads in Deutschland rund 10 Millionen, alleine Musicload konnte im Dezember 2004 mehr als 1,4 Millionen Songs absetzen. Diese Zahlen belegen, dass Musikfans bereit sind, Geld für Musik aus dem Web auszugeben. Und auch die gesunkenen Preise sprechen für diese Form des Shoppings. Die Frage ist nur, bei welchem der zahlreichen Musikportale?

PC Professionell nimmt sieben legale deutschsprachige Anbieter unter die Lupe. Besonderes Augenmerk legen die Tester auf Punkte wie Musikangebot, Klangqualität, Preise, Digital Rights Management (DRM) und Bedienerführung. Nicht im Test sind Spezialangebote, die sich auf eine bestimmte Musikrichtung beschränken oder die Musik kostenlos zur Verfügung stellen. Ebenso unberücksichtigt bleiben rechtlich bedenkliche Dienste wie All of MP3.

Das Ergebnis des Tests: Apple iTunes Music Store als Vertreter für proprietäre Musikformate ist immer noch das Maß aller Dinge. Doch die Mitbewerber haben aufgeholt. Besonders gut bei Bedienerführung und Musikauswahl ist Musicload. Es erhält deshalb ebenfalls die »Empfehlung der Redaktion«. Musicload gehört zur Gruppe der Portale, die mit allgemein zugänglichen Formaten wie WMA arbeiten.

Vor sechs Monaten testete PCpro neun kommerzielle Musikportale (siehe PC Professionell 12/2004). Vier der neun damaligen Probanden finden sich nicht mehr im Testfeld wieder: Popfile hat seine Pforten mangels Erfolg wieder geschlossen, die drei englischsprachigen Anbieter All of MP3, Emusic und Weblisten fehlen, da sie nicht einwandfrei legal sind. Neu im Test sind AOL, Magix und MSN Music Shop. Nicht dabei ist Eventim, das auf ein neues B2B-System umstellt. Zum Redaktionsschluss war der Shop jedoch noch nicht online.


Apple iTunes Music Store

Vergleichstest: Musikportale

Leistung, Ausstattung und DRM-Einbindung »gut«; Bedienung »sehr gut«: Apple iTunes Music Store geht aus diesem Vergleichstest als klarer Sieger hervor. Keinem zweiten Portal gelingt es besser, Benutzerfreundlichkeit, Musikauswahl und Funktionsvielfalt miteinander zu verbinden. Für den Einkauf bei Apple sprechen aber auch akzeptable Preise und das faire DRM-Modell, das für alle Titel gleich ist.


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Vergleichstest: Musikportale

Die erste Frage im Vergleichstest Musikportale ist, wie viele Titel zum Kauf angeboten werden. Hier müssen sich die Tester auf die Herstellerangaben verlassen. Anders sieht es bei der Vollständigkeit des Angebots aus. Dabei überprüfen die Tester, wie viele aktuelle Hitparaden-Songs und -Alben die Portale verkaufen. Als Grundlage dienen die deutschen Single- und Album-Top-10 der zehnten Kalenderwoche 2005 (Quelle: Musikwoche.de).

In der Praxis ist aber auch die Frage nach dem Preis wichtig. Sind die geladenen Dateien unterm Strich teurer als eine bei Amazon erworbene Audio-CD? Die Berechnung des Preisindex, der auf den Verkaufspreisen für Alben basiert, bringt es ans Licht. Jedes Album, das billiger ist als die entsprechende Audio-CD bei Amazon wird mit Pluspunkten belohnt.

Die entscheidende Rolle bei der Bedienung spielt der Bestellvorgang. Je weniger Klicks nötig sind, bis der gekaufte Song auf der Festplatte landet, desto besser. Bedeutender Faktor bei der Bedienerfreundlichkeit ist, ob der Zugriff mittels speziellem Client erfolgen muss oder ob sich die Songs direkt aus dem Web laden lassen. Für den Einkauf im Browser spricht, dass der Anwender keine zusätzliche Software benötigt und sich von jedem beliebigen Rechner aus beim Service seiner Wahl einloggen kann. AOL und Media Online bieten nur diese Variante an.

Wie ungenau Herstellerangaben sein können, zeigt sich bei einem Blick in die FAQs. Hier steht oft, dass sich die WMA-Songs nur mit dem Windows Media Player abspielen lassen. Um zu ermitteln, wie es um die Kompatibilität zu anderer Software aussieht, versuchen die Tester, die erworbenen Songs auch mit den Playern Win Amp 5.08c, Jet Audio 6.1.3 Plus und Creative Media Source Player 1.01.09 abzuspielen. Es funktioniert in allen Fällen. Das AAC-Format ist hingegen nur zum iPod kompatibel.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: Musikportale

Autor: natalie
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