Microsoft will mit Lizenzen Geld verdienen

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Ein ehemaliger IBM-Manager will nun auch bei Microsoft Patente für den Markt öffnen und so für höhere Lizenzeinnahmen sorgen.

Microsoft hat viele Patente aus Software-Technologien – umstrittene wie anerkannte. Bislang aber hütete der Konzern die Details seiner Techniken wie ein Staatsgeheimnis. Das soll sich nun ändern: Microsoft will ein neues Lizenzierungsprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen auflegen, wurde gestern angekündigt.

David Kaefer, in neuer Stellung bei einer neuen Business-Unit von Microsoft, will kleinen und mittleren Unternehmen einen leichteren Zugang zu den zahlreichen Patenten des Software-Riesen verschaffen. Das Unternehmen hofft, aus zahlreichen kleineren Nutzungsverträgen steigende Einnahmen im Lizenzgeschäft zu erzielen.Kaefer, der denselben Job bereits bei IBM erfolgreich durchführte, will bei Microsoft zudem für einen verstärkten Austausch von Patentrechten mit anderen Unternehmern sorgen und so die lästigen Kosten für Rechtsstreitigkeiten minimieren.

In der ersten Stufe des Projekts sollen 20 Technologien in den Bereichen Sicherheit, künstliche Intelligenz, und Grafik freigegeben werden. Fast unbemerkt hatte Kaefer schon Mitte April die Rechte für Microsofts Windows-Fonts-Technologie geöffnet und an die Firma Inrix lizenziert – eine Art Testlauf für die gestrige große Ankündigung. (mk)

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