Mehr als 20 Prozent der neuen Zombie-Rechner in China

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Bei der Herkunft von Spam und Viren setzen Hacker und Kriminelle auf den noch unkontrollierten Boom in China: PCs im Reich der Mitte sind oft ungeschützt und unwissentlich als Virenschleudern aktiv.

Die Zahl der “Zombie-Rechner”, also PCs, die ohne Wissen des Nutzers mit einem Virus oder Wurm infiziert sind und auf Befehl Denial-of-Service-Attacken oder den Versand von Spam und Phishing E-Mails starten, nimmt rapide zu. Den Großteil der neu vernetzten Angreifer sieht das US-Sicherheitsunternehmen CipherTrust in China, wo sich die vielen neuen Computer-Nutzer noch nicht ganz über die Gefahren im Klaren sind.

Über einen Zeitraum von sechs Wochen im März und April haben die Experten aus Atlanta (USA) weltweit angefallene Daten ausgewertet. Demnach werden täglich rund 157.000 neue Zombies identifiziert, wovon inzwischen mehr als 20 Prozent aus China stammen.

56,77 Prozent der Spam-Mails stammen noch immer aus den USA, berichtet Ciphertrust. Das sei immerhin eine Verringerung von 86 Prozent gegenüber dem Erhebungszeitraum Juni und Juli 2004. Südkorea nimmt Platz zwei ein, doch weil immer mehr Amerikaner ihre Spam-Nachrichten über chinesische Rechner versenden, wird China wohl bald Südkorea überholen. (mk)

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