Auch Koreaner haben Angst vor Outsourcing

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Während viele Europäer Korea noch für billig halten, lagert Samsung noch mehr Teile seiner Produktion nach China aus.

Samsung Electronics erweitert rapide die Anzahl der Produkte, die in China hergestellt werden. Dem koreanischen Newsdienst Chosun.com zufolge seien die Fabriken in China bei der Produktion von Stereoanlagen, MP3-Playern, Notebooks und Klima-Anlagen wesentlich billiger als die koreanischen. Displays werden immerhin noch in Korea hergestellt. Doch Achtung, Koreaner: Der Taiwan Times zufolge wandert bis 2006 die Mehrzahl der verkauften TFT-Bildschirme von Korea nach Taiwan ab. Dass die Taiwaner gerne auch in China produzieren lassen, wird natürlich nicht erwähnt.

Samsung teilte gestern mit, die Produktion seiner Notebooks von Suwon (Korea) nach Suzhou (China) zu verlegen. Die Fabrik in Suwon soll nur noch Highend-Modelle produzieren – die gibt man vorsichtshalber den Chinesen nicht. Die Audio-Produktion lagerte Samsung bereits in den 80er-Jahren nach China aus, die Projektoren in den 90ern, und die MP3-Player wurden von Anfang an in Hizhou, China, zusammengebaut.

Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, ist der dortigen Presse keine Erwähnung wert – Hauptsache, der Westen bekommt günstige Geräte. (mk)

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