Branche verkauft mehr PCs in Deutschland, aber verdient weniger

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Der PC-Verkauf in Deutschland stieg im ersten Quartal um 7 Prozent, der Notebook-Verkauf sogar um 21 Prozent. Aufschwung? Nein, denn der Umsatz sank gleichzeitig um 5 Prozent.

Mit 2,26 Millionen verkauften Rechnern im ersten Quartal kann der deutsche PC-Markt einen Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr aufweisen; bei Geschäftskunden waren es 6 Prozent, bei Konsumenten 8 Prozent. Der Notebook-Boom geht mit 21 Prozent Zuwachs nur im 1. Quartal weiter. Diese Zahlen legte heute das Marktforschungsunternehmen Gartner-Dataquest in Egham, Großbritannien, vor. Meike Escherich, Analystin bei Gartner, merkt allerdings an, dass der Stückzahlen-Anstieg nicht gleichzeitig ein Marktaufschwung ist: Die Umsätze sanken um 5 Prozent, von den Gewinnen ganz zu schweigen. Gute Nachrichten immerhin für den Konsumenten: Der Preis für vergleichbar ausgestattete Notebooks liegt ganze 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Nummer 1 in Deutschland ist nach wie vor Fujitsu-Siemens. Acer profitiert von seinen Verkäufen über Discounter wie Lidl, und Medion leidet darunter, nicht mehr so viel über Aldi & Co abzusetzen. HP wächst nur durchschnittlich und verliert Geschäftskunden, Dell dagegen erhöht seinen Anteil im privaten Bereich durch zeitlich geschickt gesteuerte Aktionen etwa gegen den Aldi-PC. Der Preisdruck durch die asiatischen Hersteller hat aber alle westlichen Anbieter erfasst. Mit geringen Produktionskosten, niedrigen Margen und gutem Markenimage aus der Heimelektronikbranche können sich Unternehmen wie Samsung, Asus, BenQ und MSI immer besser im deutschen Markt etablieren. (mk)

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