Trend Micro schießt PCs seiner Kunden ab

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Durch ein fehlerhaftes Update für seine Antiviren-Produkte hat die Security-Firma Trend Micro knapp 5000 Unternehmensrechner weltweit lahmgelegt. Der Kapitalmarkt reagierte prompt.

Der Hersteller von Sicherheits-Software Trend Micro hat in den letzten Tagen ein Worst-Case-Szenario durchlebt. Zu Beginn des Wochenendes gab man das Pattern Release 2.594.00 heraus. Schon bald stellte sich heraus, dass die Antiviren-Software der Produkte Officescan und PC Cillin Internet Security 2005 (beide unter Windows XP Service Pack 2) nach dem Update fast die gesamte Rechenleistung für sich beanspruchten. Ursache ist ein Fehler im Code des Updates, der durch mangelnde Prüfung nicht entdeckt worden war.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, geht Trend Micro derzeit von 4500 betroffenen Unternehmensrechnern in Japan, Australien und in den USA aus. Diese seien über das Wochenende deutlich langsamer gelaufen beziehungsweise im Netzwerk nicht erreichbar gewesen.

Neben den betroffenen Unternehmen reagierte auch die Börse äußerst pikiert auf den Fauxpas von Trend Micro. Über 5 Prozent ist der Kurs seit Anfang der Woche mit Bekanntwerden des Problems gefallen. (ah)

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