Kazaa droht Sammelklage RIAA-geschädigter User

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Offenbar drohen der Tauschbörse Kazaa erneut rechtliche Schritte. Diesmal allerdings nicht von der Musikindustrie, sondern von Nutzern, die über die Verwendung des Kazaa-Clients ins Visier der Urheberrechts-Schützer gerückt sind.

Während Tauschbörsen-Betreiber bisher zahlreiche gerichtliche Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie aufweisen können, droht den Entwicklern der Client-Software Kazaa Gegenwind aus einer völlig anderen Richtung. Offenbar bereiten die Anwälte eines Paares aus Virginia eine Sammelklage gegen Kazaa vor. Das berichtet ?The Enquirer?.

Die Vorgeschichte: Im Februar diesen Jahres wurden Sally und Jim Wilson von der RIAA aufgespürt, da ihre Tochter über die Tauschbörse Kazaa insgesamt 653 Musikstücke geladen und verbreitet hat. Da man der drohenden hohen Strafe bei einer Verurteilung (750 Dollar pro Song, also knapp eine halbe Million Dollar) aus dem Weg gehen wollte, kam es zu einer außergerichtlichen Einigung, bei der die Wilsons 3.000 Dollar an die RIAA entrichteten.

Diese Woche kündigte das Paar nun an, die in Australien ansässige Firma Sherman Networks, die den Kazaa-Client entwickelt hat, zu verklagen. Der Anwalt des Paares legt es dabei offensichtlich auf eine Sammelklage an. Das macht deshalb Sinn, weil es sehr viele ähnliche Schicksale gibt, wo Menschen durch fehlende Hinweise seitens der Tauschbörsen-Software in gesetzliche Schwierigkeiten gekommen sind.

Jim Wilson stellt aber noch mal heraus, dass es ihm bei der ganzen Geschichte nicht um Geld geht, sondern vielmehr darum, anderen Menschen solche Probleme zu ersparen. (ah)

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