Gema: Faire Gebührengestaltung für Videospielehersteller

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Um die Nutzung abgabenpflichtiger deutscher Musik in Videospielen nicht wie bisher im Keim zu ersticken, stellt die Gema ein neues, flexibleres Vergütungsmodell für die Spielebranche vor.

Musik von bekannten deutschen Künstlern hat in Computerspielen einen hohen Seltenheitswert. So fanden sich im letzten Jahr nur 30 Spiele mit entsprechendem Soundtrack. Dies liegt vor allem an den horrenden Gema-Gebühren, welche die Entwickler für jedes Exemplar bezahlen müssen. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Bis dato musste man nicht nur für jedes verkaufte Exemplar eines Spieles, sondern auch für freie Werbeexemplare die Abgabe zahlen. Im neuen Modell sollen nun die ersten 500 Promotionsexemplare für jedes Spiel gebührenfrei sein. Insgesamt geht die Gema von einer Senkung der Belastungen für die Videospielhersteller von bis zu 30 Prozent aus.

Bis Ende 2006 läuft das neue Preismodell nun erstmal auf Probe. Doch die Spielebranche hat wohl auf den Schritt der Gema gewartet. Ascaron-Chef Holger Flöttmann bestätigte, dass es durchaus den Wunsch gäbe, deutsche Musik in Spielen zu integrieren. Bisher seien derartige Bestrebungen nur am Preis gescheitert. (ah)

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