Kasperksy: Die Zeit der Mailwurm-Epidemien ist vorbei

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In seinem aktuellen Quartalsbericht verkündet der russische Antiviren-Spezialist das Ende der großen Wurm-Epidemien. An deren Stelle treten Instant-Messaging-Würmer und Trojaner.

Stand die erste Jahreshälfte 2004 noch im Zeichen großer Wurmwellen, hervorgerufen durch MyDoom, Netsky und Bagle, ist es nun ruhig geworden ? selbst mittlere Epidemien sind kaum noch festzustellen. Nach Meinung von Kaspersky Labs liegt dies nicht nur an der besseren Arbeit der Antivirenfirmen und dem gestiegenen Sicherheitsbewusstsein der Anwender, sondern vor allem am veränderten Vorgehen der Virenprogrammierer. Sie setzen gezielt darauf, Trojaner einzuschleusen, um die Rechner zu übernehmen. Über Botnetze mit mehreren tausend solcher Zombie-PCs lassen sich dann DoS-Attacken fahren oder Spam versenden. Zudem verlegt man sich immer öfter auf Spionagekomponenten oder Phishing, um vertrauliche Daten des Anwenders zu erlangen ? die möglichst massenhafte Verbreitung des Schädlings steht dabei nicht mehr im Vordergrund.

Ein weiterer Trend ist Kaspersky zufolge das verstärkte Auftauchen von Würmern, die sich über Instant-Messaging-Systeme verbreiten. Da momentan vor allem auf recht einfache Schädlinge gesetzt wird, die in Visual Basic geschrieben sind und meist nur den MSN Messenger nutzen, geht man davon aus, dass es sich lediglich um die erste Entwicklungsphase dieser Klasse Schadprogramme handelt. (dd)

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