Vergleichstest: TFT-Monitore
Sichtbar besser

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Im bislang größten TFT-Vergleichstest stehen 100 Monitore von 15 bis 20 Zoll auf dem Prüfstand. Darunter finden sich Highend-Geräte für Grafiker, solide Bürogeräte und reaktionsschnelle Displays für Videos.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: TFT-Monitore

Dell 1505FP
Iiyama Prolite E380S-S3X
Eizo Flexscan L367
NME Accusync LCD 52VM
Videoseven L15PS
Eizo Flexscan L578
Eizo Flexscan L568
Hyundai Imagequest Q17+
Samsung Syncmaster 172x
ADI A715
Eizo Flexscan L778
AMW M197TD
Eizo Flexscan L797
ADI Microscan A925
Viewsonic VP912s
Iiyama Prolite E511S
Viewsonic VP201s
Benq FP2091
Philips 200P4SS
LG Flatron L2013P


Bildwechsel ohne Schliereneffekt

Vergleichstest: TFT-Monitore

Die Monitor-Hersteller übertrumpfen sich gegenseitig in der Werbung mit immer schnelleren, immer kontrastreicheren und immer schöneren Displays. Doch lassen Sie sich von toll klingenden Zahlen und edlem Design nicht täuschen!

Trotz des Fortschritts der Panel-Technik in den letzten Jahren gilt: Den perfekten Allzweck-Monitor gibt es nicht. Äußerlich ähnliche Displays haben oft ganz unterschiedliche Eignungsprofile. Geräte mit hohem Kontrast und Pivot-Funktion schonen die Augen beim Lesen von Texten. Modelle mit weitem Blickwinkel und großer Farbtreue sind für die Bildbearbeitung ideal. Wer häufig Videos ansieht oder nur den Newsticker laufen lässt, benötigt ein reaktionsschnelles Panel, das bei Bildwechseln keine Schleier nachzieht.

Viele Monitore liefern mit Schaltzeiten unter 30 Millisekunden bereits eine hinreichend gute Qualität für Filme, Spitzenmodelle eignen sich mit 10 bis 16 Millisekunden sogar für den Genuss rasanter Video-Szenen. Bei den Panels für schnelle Bewegungen dominiert derzeit die TN-Technik (Twisted Nematics). Sie sind am einfachsten zu beschleunigen, allerdings mit dem Nachteil kleinerer Blickwinkel.

Weitere Blickwinkel und eine für die Bildbearbeitung bessere Farbdarstellung erlauben VA-Panels (Vertical Alignment), deren bekannteste Vertreter Fujitsus MVA- und Samsungs PVA-Technik sind. Die für Grafik idealen Panels mit Hitachis In-Plane-Switching-Technik (IPS) sind wegen hoher Kosten überwiegend bei den hochwertigen 20-Zoll-Panels zu sehen. IPS erlaubt größere Blickwinkel und gute Kontraste, ist aber recht träge.


15 Zoll:

Dell 1505FP

Vergleichstest: TFT-Monitore

Die weitesten Blickwinkel und den besten Kontrastwert bei den 15-Zoll-TFTs bietet Dell. Der zum Preis von 300 Euro sehr gut ausgestattete Monitor kann an die Augenhöhe angepasst werden und erlaubt auch das Hochformat ideal für Büroarbeiten. Die Bedienung des grafisch guten und deutschsprachigen Menüs stellt auch für den Laien keine Hürde dar.


TFT-Monitore: So testet PC Professionell

Vergleichstest: TFT-Monitore

Für den Test der Bildqualität benutzen die Laboringenieure das 60 000 Euro teure Messgerät Microvision SS220. Es liefert exakte Angaben zu Kontrastverhältnis, Homogenität der Weißfläche und Farbreinheit. Auch der maximal mögliche Blickwinkel der Flachbildschirme wird gemessen. Zuvor löschen die Laborexperten die vom Hersteller voreingestellten Modifikationen. Für einen möglichst praxisgerechten Monitor-Test werden alle Displays mit den gleichen Einstellungen versehen.

Ein entscheidender Punkt ist unter anderem die Betriebstemperatur der TFTs. Um die beste Bildqualität der Testkandidaten zu erzielen, werden die TFTs vor dem Test 20 Minuten vorgewärmt. Anschließend bringt der Testingenieur den Monitor auf dem Messstand in die richtige Position und justiert ihn mechanisch. Vor jeder Messung wird das SS220 erneut kalibriert, um Fehler durch Spannungsdrift zu vermeiden.

Der Messroboter ermittelt selbstständig die Lage des Monitors und die Größe eines einzelnen Pixels. Mit den ermittelten Ausgangswerten kann die Messung jetzt komplett automatisch ablaufen. Die Mess-werte liefern bereits einen ersten Eindruck der Eigenschaften eines TFT. Daneben begutachten die PC-Professionell-Experten die Bildqualität der TFTs auch subjektiv. Hierfür kommen spezielle Testbilder und Video-Sequenzen zum Einsatz, mit denen sich Farbreinheit, Schlierenbildung und Blickwinkel beurteilen lassen.

Zum Ermitteln der Reaktionszeit wird auf dem Monitor ein wechselndes Bildsignal erzeugt. Dabei messen die Laborexperten, wie schnell ein Flachbildschirm den Änderungen zwischen zwei verschiedenen Helligkeitsstufen folgt. Am schnellsten tut er dies, wenn die Anzeige zwischen minimaler und maximaler Helligkeit sprich Schwarz und Weiß wechselt. Bei den meisten Geräten im Test wird die Reaktionszeit aus Marketing-Gründen mit dem Wert für den Schwarzweiß-Wechsel angegeben.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: TFT-Monitore