Spion im Rechner: Mehr Überwachung am Arbeitsplatz

Sicherheit

Internet-Trendumfrage: Die Bespitzelung der Arbeitnehmer nimmt zu, meinen zwei von fünf deutschen Arbeitnehmern.

Inzwischen glauben zwei Fünftel der deutschen Arbeitnehmer, dass sie von ihrem Chef überwacht werden. Das ergibt die aktuelle Internet-Trendumfrage von Mummert Consulting. Noch im September 2004 glaubte dies nur jeder dritte Mitarbeiter.

Die erhöhte Sensibilisierung der Unternehmen durch Viren, Würmer und kriminelle Mitarbeiter sei der Grund für die vermehrte Bespitzelung, interpretieren die Marktforscher die Ergebnisse der Umfrage. Denn hinter mehr als jedem vierten Sicherheitsverstoß vermuten sie mittlerweile eigene Mitarbeiter, wie eine weitere Studie (Titel “IT-Security”) von Mummert ergab. Inzwischen hat mehr als die Hälfte der Angestellten eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber über die private Nutzung des Internet; 2003 war dies nur jeder dritte Unternehmensmitarbeiter.

Allerdings weiß jeder Fünfte nicht, ob er eine derartige Vereinbarung überhaupt unterschrieben hat. Und weil vielen Unternehmen eine Vereinbarung nicht ausreicht, kontrollieren sie die Einhaltung des Mitarbeitervertrages. 38 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben demnach an, ihr Computer-Arbeitsplatz werde überwacht. Deutsche Unternehmer, so Mummert, sind vorsichtig wegen der Datenschutzgesetze: In fast 75 Prozent der Fälle, in denen Spionage-Software installiert wurde, wurde das auch den Mitarbeitern angekündigt. Überraschend hoch ist die Akzeptanz der unternehmerischen Voyeure bei den Arbeitnehmern; 56 Prozent der Befragten hat Verständnis dafür, dass ihr Arbeitgeber mit Überwachungsprogrammen arbeitet. (mk)

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